In der Aktu­ellen Debatte zum Thema „Infek­ti­ons­krank­heiten sind keine Baga­tellen – Impflü­cken schließen“ sagte Simone Lang, die gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Land­tags­frak­tion:

Impfen ist Pflicht. Eine mora­li­sche auf jeden Fall. Null Ver­ständnis habe ich für abso­lute Impf­ver­wei­gerer, die Men­schen­leben gefährden. Und noch weniger Ver­ständnis für die­je­nigen, die bewusst Lügen und Falsch­in­for­ma­tionen zum Impfen ver­breiten. Auch sie machen sich mit ihrem Ver­halten schuldig, wenn in der Kon­se­quenz andere Men­schen erkranken.

Ob wir in unserer Gesell­schaft wirk­lich eine gesetz­liche Impf­pflicht wün­schen, dar­über sollten wir spre­chen. In jedem Fall gilt: Auf­klä­rung ist die beste Prä­ven­tion. Auch beim Thema Impfen. Dabei können unbe­grün­dete Ängste genommen werden. Schutz­imp­fungen sind die effek­tivste Maß­nahme zur Siche­rung der eigenen Gesund­heit.

Wenn wir eine gesetz­liche Pflicht ein­führen, schwingt immer auch die Frage mit: Was sollen denn dann Kon­se­quenzen und Sank­tionen sein?

Ich möchte beson­ders an jene appel­lieren, die ihre Kinder in Ein­rich­tungen betreuen lassen: Prüfen Sie, ob Sie mit Ihrer Ent­schei­dung andere mög­li­cher­weise schä­digen!

Impflü­cken gibt es nicht nur bei den Kin­dern, son­dern auch bei älteren Men­schen. Um Erwach­sene zu errei­chen, müssen wir neue Ideen ent­wi­ckeln. Beim Erste-Hilfe-Kurs für den Füh­rer­schein könnte eine Imp­fer­in­ne­rung ein­ge­baut werden. Auch beim Arbeits­schutz sollte das Thema stärker auf­ge­griffen werden, beson­ders in Berufen, bei denen man viel mit anderen Men­schen in Kon­takt tritt.“