„Sachsen braucht drin­gend einen aktua­li­sierten Maß­nah­men­ka­talog, damit eine bedarfs­ge­rechte medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung in allen Lan­des­teilen gewähr­leistet wird“, so Simone Lang, gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion, am Don­nerstag im Landtag. „Im Frei­staat haben die Akteure zwar schon zeitig – noch vor vielen anderen Bun­des­län­dern – das Pro­blem erkannt und man­ches auf den Weg gebracht“, sagte sie und ver­wies auf Initia­tiven von Sozi­al­mi­nis­te­rium, Lan­des­ärz­te­kammer, Kran­ken­kassen und Kas­sen­ärzt­li­cher Ver­ei­ni­gung. „Wir müssen aber auch ehr­lich sagen: Alle diese Maß­nahmen rei­chen längst nicht aus.“

„Viele der bis­he­rigen Initia­tiven gehören auf den Prüf­stand und müssen bei Bedarf aktu­ellen Gege­ben­heiten ange­passt werden. Wich­tige Gesichts­punkte sind dabei die ver­än­derten Anfor­de­rungen an Ärzte durch die älter wer­dende Bevöl­ke­rung und damit ver­bun­dene Krank­heiten sowie die Not­wen­dig­keit, mehr Ärzte in den länd­li­chen Raum zu bringen. Doch wir müssen auch weiter denken: Wie können wir die Digi­ta­li­sie­rung tech­nisch vor­an­treiben und besser nutzen? Für die Tele­me­dizin etwa ist ein schnelles und sicheres Daten­netz not­wendig.“

„Zudem müssen viel mehr Fach­kräfte für den Bereich Pflege aus­ge­bildet und besser bezahlt werden. Und wir müssen ins­ge­samt für eine bes­sere Infra­struktur im länd­li­chen Raum sorgen –  damit der Patient zum Arzt kommt und auch wieder mehr junge Fach­kräfte aufs Land ziehen“, so Simone Lang abschlie­ßend.