+++ Flä­chen­de­ckende Schlie­ßung von Bil­dungs­ein­rich­tungen mög­lichst ver­meiden +++ 

Simone Lang, gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, am Montag nach der Anhö­rung der neuen Corona-Schutz­ver­ord­nung:

„In der heu­tigen Aus­schuss­sit­zung wurde deut­lich, dass das Infek­ti­ons­ge­schehen in Sachsen mehr­heit­lich von Corona-Muta­tionen geprägt ist. Das heißt, das Virus ver­breitet sich schneller und infi­zierte Per­sonen können auf­grund einer höheren Virus­last mehr Men­schen anste­cken. Somit bleiben Corona-Tests, Imp­fungen und die Ein­hal­tung der AHA-Regeln die zen­tralen Bau­steine bei der Bekämp­fung der Pan­demie. Wir müssen wei­terhin auf­ein­ander achten und gegen­seitig Rück­sicht nehmen, denn die Bele­gung in den säch­si­schen Kran­ken­häu­sern nimmt wieder ein kri­ti­sches Ausmaß an“, so Simone Lang.

„Mit der wei­ter­ent­wi­ckelten Test­stra­tegie und der Mög­lich­keit zur Imp­fung für Lehr­kräfte sollten Schulen und auch Kin­der­ta­ges­ein­rich­tungen wei­terhin im ein­ge­schränkten Regel­be­trieb geöffnet bleiben. So bieten wir Kin­dern einen chan­cen­ge­rechten Bil­dungs­zu­gang. In der Zeit nach Ostern wird es darauf ankommen, die Test- und Impf­stra­tegie kon­se­quent umzu­setzen.

Aber auch die Qua­ran­tä­nean­ord­nungen bedürfen einer Über­ar­bei­tung. Die 13 ört­li­chen Gesund­heits­ämter sind gefor­dert, ein ein­heit­li­ches Ver­wal­tungs­han­deln an den Tag zu legen. Es muss gelingen, Hot­spots schnell zu iden­ti­fi­zieren, Qua­ran­täne auf tat­säch­lich Betrof­fene zu mini­mieren sowie flä­chen­de­ckende  Schlie­ßungen von Bil­dungs­ein­rich­tungen zu ver­meiden. Teil einer geän­derten Qua­ran­tä­ne­st­ra­tegie könnte auch das erneute Testen nach 7 Tagen werden, also die Option, die Qua­ran­täne früh­zeitig zu beenden, falls der PCR-Test negativ aus­fällt. Klar ist aber auch, sollte das Infek­ti­ons­ge­schehen erneut expo­nen­tiell anwachsen, muss es auch eine Not­bremse für Kitas und Schulen geben.“

„Tests sind auch der zen­trale Schlüssel bei den Modell­pro­jekten“, so die gelernte Kran­ken­schwester abschlie­ßend. „Hier kann ein neuer Umgang mit dem Virus auf Basis von Hygie­ne­maß­nahmen und einer rigo­rosen Test­stra­tegie erprobt und wei­tere Per­spek­tiven erar­beitet werden. Denn Per­spek­tiven brau­chen die Men­schen in unserem Land.“