Heute hat der Land­tag den Antrag von SPD und CDU zur bes­se­ren psych­ia­tri­schen und psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Ver­sor­gung von Kin­dern und Jugend­li­chen in Sach­sen beschlos­sen.

Dazu Simone Lang, die gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag:

„In der Ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen gibt es Höhen und Tiefen. Gerade bei den Tiefen brau­chen sie Unter­stüt­zung. Oft wün­schen sich Eltern Ansprech­part­ner, die fach­lich fun­diert Fragen beant­wor­ten und in Kri­sen­zei­ten helfen können: Bera­tungs­stel­len, Insti­tu­tio­nen der Jugend­hil­fe, Ärzte oder The­ra­peu­ten“, so Simone Lang.

„In Sach­sen haben wir die Ver­sor­gung psy­chisch erkrank­ter Min­der­jäh­ri­ger im Zwei­ten Lan­des­psych­ia­trie­plan mit Zielen unter­setzt. Damit können wir betrof­fe­nen Kin­dern, Jugend­li­chen und Eltern einen mög­lichst schnel­len und unkom­pli­zier­ten Zugang zur Betreu­ung bieten.

Die gute Nach­richt: Einer Studie der Bun­des­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer zufol­ge haben wir in Sach­sen eine gute Ver­sor­gung. Die schlech­te Nach­richt: Diese Ver­sor­gung scheint nicht aus­zu­rei­chen, wenn man die Berich­te über War­te­zei­ten liest. Dem­nach müssen Kinder und Jugend­li­che oft lange auf ein erstes Gespräch oder die nötige Behand­lung warten. Meh­re­re Monate War­te­zeit sind nicht akzep­ta­bel. Auch bei der Ärz­te­ver­sor­gung haben wir in man­chen Regio­nen Pro­ble­me“, so Simone Lang. Ein Pro­blem dabei sei, dass man für bestimm­te Früh­för­de­run­gen, z.B. bei sozial-emo­tio­na­len Stö­run­gen, eine Dia­gno­se braucht. „Diese bekommt man aber nicht ohne Kin­der­psych­ia­ter“, so Lang.

Mit unse­rem Antrag wollen die Frak­tio­nen aus SPD und CDU die Daten­ba­sis ver­bes­sern und dazu bei­tra­gen, dass sich betref­fen­den Akteu­re künf­tig schnel­ler und besser ver­net­zen können. Ges­tern wurde dieses Thema im Sozial-Haus­halt beschlos­sen. Nun wollen wir es auch inhalt­lich unter­set­zen.

Hin­ter­grund: In den ver­gan­ge­nen Jahren ist bei Kin­dern und Jugend­li­chen eine Zunah­me von sozia­len, psy­chi­schen und Ver­hal­tens­pro­ble­men zu beob­ach­ten. Der Antrag von SPD und CDU zielt darauf ab, die psych­ia­tri­sche und psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Ver­sor­gung von Kin­dern und Jugend­li­chen in Zusam­men­ar­beit u.a. mit Uni­kli­ni­ken, Fach­kran­ken­häu­sern, den Kom­mu­nen und der säch­si­schen Lan­des­ärz­te­kam­mer zu ver­bes­sern. Bis zum 30. Juni 2019 soll die Staats­re­gie­rung dem Land­tag dazu Bericht erstat­ten.