„Es ist wich­tig, dass wir uns im Rahmen der Gleich­stel­lungs­po­li­tik mit der Lebens­si­tua­ti­on von Lesben, Schwu­len, Bise­xu­el­len und Trans­gen­der aus­ein­an­der­set­zen“, erklär­te Hen­ning Homann, Vize-Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on,  am Don­ners­tag im Land­tag. „Dabei geht es auch darum, Dis­kri­mi­nie­rungs­er­fah­run­gen sehr ernst zu nehmen. Dazu ist es wich­tig, Bera­tungs­an­ge­bo­te für alle Betrof­fe­nen und nicht nur für jene in Ein­ge­tra­ge­nen Lebens­part­ner­schaf­ten zu schaf­fen.“

Homann nannte unter ande­rem Ver­ei­ne wie die Rosa Linde in Leip­zig, Gerede e.V. in Dres­den und Dif­fe­rent People in Chem­nitz, die dazu schon heute eine wich­ti­ge Arbeit leis­te­ten. Zudem för­de­re der Frei­staat über das Pro­gramm Welt­of­fe­nes Sach­sen lan­des­weit Auf­klä­rungs­pro­jek­te zum Thema sexu­el­le Viel­falt an Schu­len. Aller­dings gebe es noch immer außer­halb der Groß­städ­te nicht genü­gend Ange­bo­te.

„Wir haben als SPD des­halb mit unse­rem Koali­ti­ons­part­ner ver­ein­bart, dass wir gemein­sam mit der Zivil­ge­sell­schaft einen Akti­ons­plan erar­bei­ten, der Pro­jek­te gegen jeg­li­che Form von Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund sexu­el­ler Iden­ti­tät för­dert.  Diesen Akti­ons­plan haben wir in den Haus­halts­ver­hand­lun­gen mit 250 000 Euro pro Jahr unter­setzt. Bereits in diesem Jahr werden wir erste Pro­jek­te för­dern können. Im kom­men­den Jahr, so ist der Plan, wollen wir rich­tig durch­star­ten.“

Zudem ver­wies Homann darauf, dass laut Koali­ti­ons­ver­trag Ein­ge­tra­ge­ne Lebens­part­ner­schaf­ten in den Lan­des­ge­set­zen und Ver­ord­nun­gen in den kom­men­den zwei Jahren umfas­send und voll­stän­dig ver­an­kert werden. „Das heißt, wir haben einen klaren Zeit­plan: Bis Ende 2016 wird auch Sach­sen die Gleich­stel­lung voll­stän­dig umset­zen.“