„Das Maß­nah­men­pa­ket zur Leh­rer­ver­sor­gung ist kein Glücks­fall und keine Kata­stro­phe – es ist ein erster und wich­ti­ger Befrei­ungs­schlag“, erklär­te Sabine Frie­del, bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on, am Mitt­woch im Land­tag. „Die jetzt ange­kün­dig­ten Pro­tes­te schmer­zen uns, gerade weil vieles erreicht worden ist. Aber vor dem Hin­ter­grund der Schul­po­li­tik der letz­ten Jahr­zehn­te sind sie ver­ständ­lich. Es hat sich in Sach­sen ein­fach viel zu lange viel zu wenig bewegt.“

„Das Maß­nah­men­pa­ket wird sehr dabei helfen, die jungen Lehr­kräf­te in Sach­sen zu halten und so für Ent­las­tung in den Schu­len sorgen. Für die älte­ren Lehr­kräf­te wurden zusätz­li­che Ermä­ßi­gun­gen ver­ein­bart. Und von Maß­nah­men wie dem Arbeits­zeit­kon­to, der Aner­ken­nung von DDR-Abschlüs­sen oder der Absen­kung des Regel­stun­den­ma­ßes für die Grund­schul­leh­rer können große Grup­pen pro­fi­tie­ren.“

Wich­tig sei, dass die Ver­wal­tung jetzt bei der Umset­zung des Pakets keine Unge­rech­tig­kei­ten schaf­fe. Frie­del: „Es darf nicht pas­sie­ren, dass Schul­lei­ter weni­ger ver­die­nen als Fach­be­ra­ter, dass aus­ge­bil­de­te Lehr­kräf­te weni­ger erhal­ten als Sei­ten­ein­stei­ger und dass sich Lehr­kräf­te, die sich seit 30 Jahren mit ganzem Herzen ein­set­zen, nun zurück­ge­setzt fühlen. Das beschlos­se­ne Paket hat in all diesen Punk­ten Vor­sor­ge getrof­fen, damit keine Unge­rech­tig­keit ent­steht. Wir werden die Umset­zung durch die Ver­wal­tung genau und eng beglei­ten.“

„Wir sind froh über all das, was wir in den Ver­hand­lun­gen zum Paket erreicht haben. Und wir brau­chen nach wie vor wei­te­re Schrit­te, um Sach­sens Schul­sys­tem zukunfts­fest zu machen: Bei der Leh­rer­aus­bil­dung, bei der Stun­den­ta­fel­ge­stal­tung und bei der Schul­or­ga­ni­sa­ti­on. Nicht alles schafft man immer sofort, wir strei­ten weiter dafür.“

Infor­ma­tio­nen sowie Fragen und Ant­wor­ten zum Leh­rer­pa­ket:  http://​www​.spd​-frak​ti​on​-sach​sen​.de/​t​h​e​m​a​-​s​c​h​u​le/