„Der gesetz­li­che Min­dest­lohn wurde von SPD und CDU gemein­sam ein­ge­führt. In der Bevöl­ke­rung wird er mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit befür­wor­tet. Nun gilt es, gemein­sam und fair die Umset­zung sowie die lau­fen­de Begut­ach­tung zu beglei­ten“, erklärt Jörg Vieweg, Spre­cher für Mit­tel­stands­po­li­tik und Hand­werk,  am Frei­tag. So sollte etwa die stän­di­ge Wie­der­ho­lung der Mär vom Büro­kra­tie-Mons­ter end­lich beer­digt werden. „Das gilt auch für die jüngs­te Kritik an der Auf­zeich­nungs­pflicht für Ern­te­hel­fer.“

„Im Übri­gen ist gerade für Ern­te­hel­fer eine Auf­zeich­nung der Arbeits­zeit seit Jahren geübte Praxis. Dar­über hinaus hat die Bran­che vor Jah­res­en­de 2014 von der Mög­lich­keit einer tarif­ver­trag­li­chen Rege­lung Gebrauch gemacht. Bis 2017 gilt hier in Sach­sen ein Min­dest­lohn von 7,20 €. Eine wei­te­re Ent­las­tung für Agrar­un­ter­neh­men war der Ein­füh­rung von 20 zusätz­li­chen sozi­al­ver­si­che­rungs­frei­en Tagen pro Ern­te­hel­fer ab 01.01.2015. Diese Maß­nah­men haben die Bran­che ent­las­tet und führen nun zu einem sanf­ten Ein­stieg in den Min­dest­lohn.“