„Das heute beschlos­sene neue Berufs­aka­de­mie­ge­setz stärkt Eigen­ver­ant­wor­tung und Kom­pe­tenzen der Berufs­aka­demie“ erklärt Holger Mann, Spre­cher für Hoch­schule und Wis­sen­schaft. „Auf Grund­lage der Emp­feh­lungen des Wis­sen­schafts­rates haben wir die Ent­schei­dungs­kom­pe­tenzen auf zen­traler Ebene bei der Direk­to­ren­kon­fe­renz und dem neu geschaf­fenen Prä­si­den­tenamt gebün­delt. Auch bei Beru­fungen agiert die Berufs­aka­demie künftig selbst­stän­diger. So werden die Dozenten unmit­telbar als Pro­fes­soren berufen.“

„Pro­fil­ge­bend für die Berufs­aka­demie ist das duale Stu­dium mit wech­selnden Theorie- und Pra­xis­phasen. Das duale Stu­dium zeichnet sich durch sehr hohe Stu­di­en­erfolgs­quoten und über­durch­schnitt­liche Ver­mitt­lungs­quoten in den Arbeits­markt aus. Die Berufs­aka­demie sichert so Auf­stiegs­chancen und den Fach­kräf­te­nach­wuchs für den säch­si­schen Mit­tel­stand. Gerade des­wegen ist das Berufs­aka­demie-Modell in seiner Ein­zig­ar­tig­keit eine Stärke“, erläu­tert Mann.

Auf Initia­tive der Koali­ti­ons­frak­tionen wurde der Gesetz­ent­wurf an einigen Stellen nach­ge­schärft.  Mann: „Für die SPD-Frak­tion war wichtig, dass die Dozenten eine Stimme im Auf­sichtsrat erhalten. Erst­mals dürfen auch stu­den­ti­sche Hilfs­kräfte an den Aka­de­mien beschäf­tigt werden und wurden ebenso ins Per­so­nal­ver­tre­tungs­ge­setz auf­ge­nommen.“

 

Hin­ter­grund:

Im Win­ter­se­mester 2016/17 sind an den BA in Sachsen 4.056 Stu­die­rende ein­ge­schrieben.
Die bis­lang sieben recht­lich-selbst­stän­digen Stu­di­en­aka­de­mien in Bautzen, Brei­ten­brunn, Dresden, Glauchau, Leipzig, Plauen und Riesa werden zu einer Anstalt öffent­li­chen Rechts mit Sitz in Glauchau zusam­men­ge­fasst. Das lei­tende Organ ist die Direk­to­ren­kon­fe­renz, mit dem Prä­si­denten der Berufs­aka­demie Sachsen als Vor­sit­zenden. Der Säch­si­sche Landtag hatte mit dem Dop­pel­haus­halt 2017/18 u.a. drei Stellen für die zen­trale Geschäfts­stelle ent­fristet.