„Die sieben Sachverständigen haben heute eindrücklich dargelegt, dass bereits viele Projekte zur Digitalisierung der Wissenschaft in Sachsen begonnen wurden. Dies reicht von der Bereitstellung der erforderlichen Wissenschaftsinfrastruktur über ein abgestimmtes Forschungsdaten-Management bis hin zu Qualifizierungsangeboten für Lehrende“, sagte Holger Mann, Fraktionssprecher  für Digitalisierung und Technologie, nach einer Landtagsanhörung zum Koalitionsantrag „Digitalisierung im Wissenschaftsbereich – Potenziale ausbauen“ der CDU- und SPD-Fraktion (Drs. 6/8083)

Jetzt müssen die begonnenen Projekte vernetzt, strukturiert und langfristig abgesichert werden. Im Bereich der Lehre existieren mit dem Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen sowie dem Arbeitskreis E-Learning der Landesrektorenkonferenz zwei Strukturen, die von den sächsischen Hochschulen besonders intensiv nachgefragt werden. Beide Angebote sollten künftig stärker verzahnt werden. Die Anregung, beiden ein vertragliches Fundament zu geben, unterstützen wir. Sind doch die Lernenden von heute die Lehrenden von morgen.“

„Zudem brauchen wir verlässliche Weiterbildungsangebote zu medienpädagogischen Inhalten. Lehrende müssen sicherer in der Handhabung und Nutzung digitaler Lernmittel und Plattformen werden. Andernfalls werden die modernste digitale Infrastruktur und besten Lizenzmodelle nutzlos sein, denn – wie eine der Sachverständigen sagte: ‚A fool with a tool, is still a fool.‘“

Mit Blick auf den freien Zugang zu wissenschaftlichen Werken wie Publikationen und Forschungsdaten sagte Mann: „Deutlich wurde auch, dass wir weiterhin in der Pflicht sind, für offene Formate zu werben. Sachsen ist auf gutem Weg in puncto ‚Openness‘. Es muss gelingen, die Akzeptanz von OpenAccess-Publikationen in der Wissenschaftsgemeinde zu steigern.“