„Die Koali­ti­on setzt heute einen wei­te­ren Punkt aus dem Koali­ti­ons­ver­trag um und ebnet den Weg für eine Reform der Hoch­schul­zu­las­sung für Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­ler“, so Holger Mann, Spre­cher für Hoch­schu­le und Wis­sen­schaft, am Montag zum Beschluss des Koali­ti­ons­an­trags „Hoch­schul­zu­las­sung refor­mie­ren“ (Drs. 6/9648) im Wis­sen­schafts­aus­schuss des Säch­si­schen Land­tags.

„Bei der anste­hen­den Novel­le des Hoch­schul­zu­las­sungs­ge­set­zes wollen wir wie ange­kün­digt eine Pro­fil­quo­te für Spit­zen­sport­ler ein­füh­ren. Schließ­lich benö­ti­gen Top-Ath­le­ten auch eine beruf­li­che Per­spek­ti­ve für die Zeit nach dem Leis­tungs­sport. Ein Stu­di­um kann dafür den Weg ebnen. Somit schaf­fen wir auch die Vor­aus­set­zung, dass Spit­zen­sport­ler in Sach­sen blei­ben.“

„Mit dem Antrag wird auch die Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung für den Leh­rer­be­ruf gestärkt. Künf­tig sollen berufs­prak­ti­sche päd­ago­gi­sche Erfah­run­gen als Zugangs­kri­te­ri­um bei der Hoch­schul­zu­las­sung berück­sich­tigt werden“, so  Mann zum zwei­ten Aspekt des Antrag. „Nach einer Initia­ti­ve von Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Dr. Eva-Maria Stange berück­sich­tig­ten die leh­rer­bil­den­den Hoch­schu­len das Frei­wil­li­ge Sozia­le Jahr (FSJ) Päd­ago­gik bereits beim Bewer­bungs­ver­fah­ren zum Win­ter­se­mes­ter 2018/19. Die posi­ti­ven Erfah­run­gen können dem­nach auch ver­bind­lich ins Hoch­schul­zu­las­sungs­ge­setz ein­flie­ßen.“

Hin­ter­grund:

Mit der Pro­fil­quo­te wird gesi­chert, dass bei zulas­sungs­be­schränk­ten Stu­di­en­gän­gen in Sach­sen ein Teil der Plätze für Spit­zen­sport­ler zur Ver­fü­gung steht.

Nach Anga­ben der Uni­ver­si­tät Leip­zig haben beim Zulas­sungs­ver­fah­ren im Lehr­amts­stu­di­um (Win­ter­se­mes­ter 2017/18)  436 Bewer­ber eine Beschei­ni­gung zum FSJ Päd­ago­gik oder für ähn­li­che berufs­prak­ti­sche päd­ago­gi­sche Vor­er­fah­run­gen vor­ge­legt, 211 davon konn­ten des­halb bevor­zugt zum Lehr­amts­stu­di­um zuge­las­sen werden.