„Die Studentenwerke sind das Rückgrat der sozialen Infrastruktur an unseren Hochschulstandorten. Über sie organisieren wir Chancengleichheit und Teilhabe. Ein Ansatz, der für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten unverzichtbar wichtig ist. Genau deshalb macht es einen Unterschied, wer die Regierung stellt. Erst mit Regierungseintritt der SPD ist der Landeszuschuss an die Studentenwerke nach langer Talfahrt und Durststrecke wieder erhöht worden. Im laufenden Haushalt stellt die Koalition 12 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung“, erklärte Holger Mann, Sprecher für Hochschule und Wissenschaft, am Mittwoch im Landtag. Zum Vergleich: Im letzten Haushalt der schwarz-gelben Regierung waren es 5,9 Millionen Euro.

„Die Hochschulentwicklungsplanung 2025 zeichnet die langen Linien für die Hochschulen vor. Entsprechende Änderungen in der Studierendenschaft müssen bei den Studentenwerken nachvollzogen werden. Deshalb ist es wichtig, auch hier eine langfristige Vereinbarung zu schließen, um Planungssicherheit zu schaffen. Bereits im Koalitionsvertrag ist dieser Aspekt verankert. Heute verstärken wir diesen Auftrag an die Staatsregierung. Für die SPD-Fraktion möchte ich klar und deutlich sagen, dass wir mit ‚mehrjährig‘ mehr als die zwei Jahre eines Doppelhaushaltes meinen. Wenn es dafür weiterer rechtlicher Grundlagen bedarf, dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt,  dies innerhalb der Staatsregierung zu diskutieren“, so Mann in der Debatte zum Antrag „Zwischenbilanz der sächsischen Studentenwerke“.

Hintergrund: Die vier sächsischen Studentenwerke Chemnitz-Zwickau, Dresden, Leipzig und Freiberg betreuen etwa 102.000 Studierende an 23 sächsischen Hochschulen und an zwei Standorten der Berufsakademie, in Dresden und Leipzig. Sie betreiben ca. 40 Mensen und Cafeterien und bieten rund 16.000 Wohnheimplätze an. Sie können so rund 14 Prozent der Studierenden eine Unterbringung in einem Wohnheim anbieten, während der Bundesdurchschnitt im Jahr 2016 bei 9,7 Prozent lag. Die Auslastung der Wohnheimplätze liegt jeweils zu Beginn des Wintersemesters bei nahezu 100 Prozent.

Zur Betreuung der Kinder von Studierenden, aber auch von Kindern der Hochschulmitarbeiter betreiben die vier sächsischen Studentenwerke sieben Kindertagesstätten und bieten darüber hinaus vier weitere Betreuungsmöglichkeiten an. Aufgrund der hohen Nachfrage errichtet des Studentenwerk Chemnitz-Zwickau derzeit eine neue Kita in Chemnitz mit 100 Plätzen. In Freiberg wird eine vorhandene Kita erweitert. Diese Einrichtungen werden im Wesentlichen durch kommunale Zuschüsse und Elternbeiträge finanziert. (Quelle: Pressemitteilung Wissenschaftsministerium)