Thema: Ände­rung Hoch­schul­ge­setz

Holger Mann, Spre­cher für Hoch­schule und Wis­sen­schaft der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, erklärt zur heu­tigen Beschluss­emp­feh­lung des Wis­sen­schafts­aus­schusses zum „Gesetz zur Ände­rung des Säch­si­schen Hoch­schul­frei­heits­ge­setzes“ (Drs. 6/9881)

+++ Kleine Novelle schafft gesetz­li­chen Vor­aus­set­zungen für Betei­li­gung am Professor_​innenprogramm des Bundes und zur Ruf­ab­wehr für Sach­sens Unis +++

Wir haben heute den Weg frei­ge­macht, um die Betei­li­gung der säch­si­schen Uni­ver­si­täten am Bund-Länder-Pro­gramm für den wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchs (WISNA) recht­lich abzu­si­chern. Die gesetz­liche Ände­rung schafft ver­läss­liche Tenure-Track-Pro­fes­suren als wei­teren Pfad wis­sen­schaft­li­cher Kar­rieren. Zudem geben wir unseren Hoch­schulen die Mög­lich­keit, Spit­zen­wis­sen­schaft­le­rinnen und ‑wis­sen­schaftler zu halten und den Ruf einer anderen Hoch­schule über eine W3-Pro­fessur abzu­wehren“, fasst Holger Mann, Hoch­schul­ex­perte der SPD-Fak­tion im Säch­si­schen Landtag, die beiden Ände­rungen zusammen. Dies sind kleine, aber not­wen­dige Fort­schritte, die wir begrüßen.

 

Die heute auf den Weg gebrachte Geset­zes­än­de­rung macht aber auch deut­lich, dass dies der kleinste gemein­same Nenner in der Koali­tion ist. Für die SPD-Frak­tion steht fest, dass zur wei­teren Ver­bes­se­rung der Situa­tion des wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchses wei­tere gesetz­liche Ände­rungen erfor­der­lich sind. Zukünftig muss die Qua­li­fi­zie­rungs- und Pro­mo­ti­ons­phase stärker in den Fokus rücken. Hierzu zählen die Anwen­dung der Fami­li­en­kom­po­nente auch außer­halb der Tenure-Track-Pro­fes­suren und die Betreu­ungs­si­tua­tion im Kon­kreten zu ver­bes­sern.  Dazu können ver­bind­lich fest­ge­schrie­bene Dok­to­ran­den­listen und Betreu­ungs­ver­ein­ba­rungen dienen. Aber auch der Befris­tungs­zwang für Dritt­mittel muss im Hoch­schul­ge­setz auf den Prüf­stand“, so Mann abschlie­ßend.