Hen­ning Homann: „Natür­lich geht es der SPD um Gerech­tig­keit auf dem Arbeits­markt. Aber es geht nicht nur um Gerech­tig­keit. Wenn wir über Gute Arbeit für Sachsen spre­chen, spre­chen wir vor allem über Zukunft. Ein Arbeits­markt, der auf Nied­rig­löhne und befris­tete Arbeits­ver­hält­nisse setzt, ist nicht nur nicht gerecht, son­dern schafft auch keine Zukunft. Des­halb muss Gute Arbeit der ent­schei­dende Erfolgs­faktor für das moderne Sachsen sein“, so Hen­ning Homann in der heu­tigen Debatte zur Fach­re­gie­rungs­er­klä­rung. Er setzte für seine Rede drei Schwer­punkte: Nied­rig­lohn­sektor, Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit und aty­pi­sche Beschäf­ti­gung von Frauen:

+++ Nied­rig­lohn­sektor +++

„In keinem anderen Bun­des­land ist der Anteil der Beschäf­tigten, die den von uns ein­ge­führten Min­dest­lohn erhalten, so groß wie in Sachsen. Beson­ders besorg­nis­er­re­gend ist der hohe Anteil der säch­si­schen Arbeit­neh­me­rinnen und Arbeit­nehmer mit Berufs­aus­bil­dung oder Hoch­schul­ab­schluss unter den Min­dest­lohn­emp­fän­gern. Das zeigt, dass der säch­si­sche Arbeits­markt auch von einem großen Nied­rig­lohn­sektor geprägt ist. Nied­rig­löhne sind aber in einer Situa­tion der Fach­kräf­te­be­darfs ein Wett­be­werbs­nach­teil. Des­halb ist es richtig, dass sich diese Regie­rungs­ko­ali­tion dazu ent­schieden hat, die Nied­rig­lohn­stra­tegie zu beenden.“

+++ Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit +++

„Die Zahl der Lang­zeit­ar­beits­losen ist trotz posi­tiver Ent­wick­lungen am Arbeits­markt nahezu kon­stant. Aktuell sind 39,6 Pro­zent der Arbeits­losen bereits länger als ein Jahr arbeitslos. Ange­sichts der posi­tiven Ent­wick­lung auf dem Arbeits­markt muss hier ein Schwer­punkt unserer Anstren­gungen liegen. Der Arbeits­markt ist auf­nah­me­fähig. Das eröffnet uns enorme Chancen bei der Redu­zie­rung der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit. Diese Men­schen  brau­chen dazu aller­dings unsere beson­dere Unter­stüt­zung. Das regelt der Markt, auch der Arbeits­markt, nicht alleine. Um die Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit abzu­bauen, brau­chen wir eine aktive Arbeits­markt­po­litik.“

+++ Aty­pi­sche Beschäf­ti­gung von Frauen +++

„Die Spal­tung des Arbeits­marktes ver­läuft auch zwi­schen Män­nern und Frauen: 52 Pro­zent der Frauen am säch­si­schen Arbeits­markt sind aty­pisch beschäf­tigt. Des­halb wollen wir die Arbeits­för­de­rung stärker an den Bedürf­nissen der Frauen und ihren häufig unter­bro­chenen Erwerbs­bio­gra­fien aus­richten.“

Homann abschlie­ßend: „Anstatt Arbeits­lo­sig­keit zu finan­zieren, bevor­zugen wir Inves­ti­tionen in die Ver­bes­se­rung der Arbeits­fä­hig­keit benach­tei­ligter Men­schen. Wer guter Arbeit nach­geht, hat weniger Sorgen. Gute Arbeit muss des­halb zum Mar­ken­kern des modernen Sach­sens werden.“

Hin­ter­grund:

Fach­re­gie­rungs­er­klä­rung als PDF

Pres­se­mit­tei­lung des SMWA