Masterplan Südwestsachsen

30.10.2025

Antrag im Landtag beschlossen – klares Signal für die Industrieregion

Am 30. Oktober 2025 stand der gemeinsame Antrag der Koalition zum „Masterplan Südwestsachsen“ (Drucksache 8/4461) auf der Tagesordnung des Sächsischen Landtages. Der Landtag hat den Antrag heute mit Mehrheit beschlossen. Damit senden wir ein starkes Signal für Arbeitsplätze, industriepolitische Zuversicht und regionalen Zusammenhalt in einer der wichtigsten Industrieregionen unseres Freistaats.

Warum der Masterplan notwendig ist

Südwestsachsen ist die industrielle Herzkammer Sachsens. Fast ein Viertel aller Arbeitsplätze hier hängen direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie zusammen – und landesweit fast jeder achte Arbeitsplatz. Die Umstellung auf Elektromobilität, hohe Energiepreise, globale Lieferkettenrisiken und wachsender internationaler Wettbewerbsdruck stellen Unternehmen und Beschäftigte vor große Herausforderungen.
Der Masterplan stellt sicher: Unsere Region wird bei diesem Strukturwandel nicht allein gelassen.

Was der Masterplan leisten soll

  • Strategischer, partizipativer Prozess: Gemeinsam mit Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft, Kammern und Zivilgesellschaft werden vor Ort Ideen und Konzepte erarbeitet.
  • Regionalkonvent Südwestsachsen: Landräte und der Oberbürgermeister von Chemnitz übernehmen eine Schlüsselrolle, um Kräfte und Ressourcen zu bündeln.
  • Finanzielle Absicherung: Der Freistaat stellt zunächst 600.000 Euro für die Konzeptphase sowie mindestens 100 Mio. Euro aus dem Sachsenfonds für die Umsetzung bereit. Damit zeigen wir: Wir handeln, wir investieren, wir glauben an unsere Region.
  • Verzahnung bestehender Initiativen: Transformationsnetzwerke, Infrastrukturprojekte und Investitionen in Wissenschaft und Verwaltung werden koordiniert, um Synergien zu schaffen.
  • Verbindliche Transparenz: Jährliche Berichtspflichten an den Landtag stellen sicher, dass der Masterplan kein „Papiertiger“ bleibt, sondern konkrete Wirkung entfaltet.

Mit Mehrheit beschlossen

Mit der heutigen Entscheidung des Landtages ist klar: Der Freistaat Sachsen steht fest an der Seite von Südwestsachsen. Wir sehen die Sorgen der Beschäftigten und Familien, wir anerkennen den Mut und die Innovationsbereitschaft der Unternehmen – und wir investieren in eine starke, zukunftsfähige Industrie.

Henning Homann, SPD-Fraktionsvorsitzender, betonte in der Debatte:
„Wir wollen Automobilland bleiben, wir wollen Industrieland bleiben – und wir sind bereit, unseren Beitrag dazu zu leisten. Der Masterplan ist ein Aufbruchsignal für die Menschen in Südwestsachsen.“

Unser Ziel

Der Masterplan ist ein Aufbruchsignal: Südwestsachsen soll Industrieland bleiben, Automobilland bleiben – und zugleich zum Motor für Innovation, Transformation und nachhaltige Wertschöpfung werden.

16.10 Koalition legt Antrag zum “Masterplan Südwestsachsen” vor – Signal für Jobs und Zusammenhalt

Am 16. Oktober haben CDU und SPD im Sächsischen Landtag einen gemeinsamen Antrag (Drs. 8/4461) eingebracht: Der „Masterplan Südwestsachsen“ stellt wichtige Weichen für den Transformationsprozess der Industrieregion. Tiefgreifende Veränderungen in der Automobil- und Zuliefererindustrie, aber auch der demographische Wandel, steigende Kosten und geopolitische Veränderungen fordern die Region heraus und erfordern eine strategische Neupositionierung.

Der Masterplan setzt auf eine aktive Beteiligung der Menschen in der Region. Die Koalition zeigt sich zuversichtlich, dass der Antrag im Parlament eine breite Mehrheit finden wird.

Region unter Druck – Transformation braucht klare Richtung

Die Lage ist ernst: Jeder vierte Arbeitsplatz in Südwestsachsen hängt an der Autoindustrie. Die Umstellung auf Elektromobilität, steigende Energiepreise und globale Verwerfungen setzen Unternehmen und Beschäftigte massiv unter Druck. Für die SPD-Fraktion ist klar: Ohne politische Steuerung drohen nicht nur Arbeitsplatzverluste, sondern auch ein Abstieg einer ganzen Region.

„Südwestsachsen ist die industrielle Herzkammer Sachsens.“ – Henning Homann

Dazu erklärt Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Fraktion:

“Südwestsachsen ist die industrielle Herzkammer Sachsens. Wir wollen, dass hier gut bezahlte Jobs erhalten bleiben und neue entstehen. Dazu muss mehr in die Zukunft investiert werden. Hier sind die  zuallererst die Unternehmen wie VW in der Pflicht. Der Staat setzt die Rahmenbedingungen und die wollen wir mit dem Masterplan Südwestsachsen entscheidend verbessern

Aus dem Sachsenfonds sollen dafür mindestens 100 Millionen Euro genutzt werden, um vor allem in wirtschaftsnahe Infrastruktur zu investieren. Dabei ist der Masterplan kein reines Investitionsprogramm, sondern ein breit angelegter, strategischer Prozess. Dabei entstehen die besten Ideen vor Ort.  Für uns als SPD Landtagsfraktion  ist klar: Südwestsachsen wird im Strukturwandel nicht allein gelassen.”

Pfeil: „Starkes Signal für Zusammenarbeit und Zusammenhalt“

„VW und die gesamte Zulieferbranche müssen Teil der Lösung sein.“ – Juliane Pfeil

Für die SPD-Fraktion ist der Masterplan ein entscheidender Baustein ihrer Industrie- und Strukturpolitik. Juliane Pfeil, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Abgeordnete aus Plauen, unterstreicht:

„Südwestsachsen braucht Antworten auf den Wandel in der Autoindustrie. VW und die gesamte Zulieferbranche müssen Teil der Lösung sein – nur gemeinsam sichern wir Jobs und schaffen neue Perspektiven für die Region. Der Masterplan ist ein starkes Signal für Zusammenarbeit und Zusammenhalt.“

Mehr als ein Papier – Fahrplan bis 2026

Der Masterplan soll nicht in Schubladen verschwinden. Bis 2026 wird der Regionalkonvent Südwestsachsen – ein Zusammenschluss der Landräte und des Chemnitzer Oberbürgermeisters – mit Partnern aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft konkrete Projekte entwickeln.

Der Freistaat stellt dafür bis zu 600.000 Euro bereit. Jährliche Berichte an den Landtag sollen sicherstellen, dass der Plan nicht nur Papier bleibt, sondern in praktische Maßnahmen übersetzt wird – von Pilotprojekten zur Verwaltungsdigitalisierung über neue Ansätze in der Energieversorgung bis hin zu moderner Verkehrsinfrastruktur.

Mit dem Beschluss des Antrages kann der Landtag ein klares politisches Signal setzen: Südwestsachsen wird zur Modellregion für den Wandel.

1.10. Förderbescheid für Masterplan-Strategie

Mit dem Fördermittelbescheid über 549.000 Euro hat der Masterplan Südwestsachsen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Am 29. September 2025 übergab Staatsministerin Regina Kraushaar in Werdau den Bescheid an Landrat Carsten Michaelis, Sprecher des Regionalkonvents Chemnitz. Damit beginnt die Erarbeitung einer umfassenden Zukunftsstrategie für eine der bedeutendsten Industrieregionen Deutschlands.

Transformation in der Autoindustrie als Herausforderung

Südwestsachsen steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Rund 20.000 Arbeitsplätze in der Automobil- und Zulieferindustrie – insbesondere bei VW und seinen Partnern – sind von der Transformation betroffen. Ziel des Masterplans ist es, diesen Umbruch aktiv zu gestalten, neue Wachstumskerne zu erschließen und die Region zukunftsfest aufzustellen.

Juliane Pfeil, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Abgeordnete aus Plauen, betont:

„Südwestsachsen braucht Antworten auf den Wandel in der Autoindustrie. VW und die gesamte Zulieferbranche müssen Teil der Lösung sein – nur gemeinsam sichern wir Jobs und schaffen neue Perspektiven für die Region. Der Masterplan ist ein starkes Signal für Zusammenarbeit und Zusammenhalt.“

Regionale Zusammenarbeit als Schlüssel

Die Verantwortung für den Prozess liegt beim Regionalkonvent, einem Zusammenschluss der Landräte der Landkreise Zwickau, Mittelsachsen, Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis sowie der Stadt Chemnitz. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Kammern und Zivilgesellschaft soll bis Ende 2026 ein tragfähiges Konzept entwickelt werden.

Bereits jetzt ist klar: Die Region bringt zahlreiche Stärken ein – vom Innovationsstandort Chemnitz über die Kompetenzen der Zulieferindustrie im Erzgebirge, die Forschungsinitiativen im Vogtland bis hin zu Kreislaufwirtschaft und Hochschulen in Mittelsachsen.

Ein Prozess von der Region für die Region

Der Masterplan ist kein reines Investitionsprogramm, sondern ein breit angelegter, partizipativer „Bottom-up“-Prozess. In Workshops, Zukunftswerkstätten und Beteiligungsformaten werden Ideen aus allen Teilen der Region gesammelt und zu einem gemeinsamen Konzept weiterentwickelt. Ein Projektmanager im Landratsamt Zwickau koordiniert den gesamten Ablauf.

Der Freistaat Sachsen begleitet diesen Weg mit Fördermitteln und organisatorischer Unterstützung. Staatsministerin Kraushaar machte deutlich: „Es geht um nicht weniger als die Zukunft einer ganzen Region.“

SPD-Fraktion: Wandel aktiv gestalten

Für die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag ist klar: Südwestsachsen darf im Strukturwandel nicht allein gelassen werden. Nur wenn Land, Bund und Region an einem Strang ziehen, können Arbeitsplätze gesichert, Innovationen gefördert und neue Chancen geschaffen werden.