12 Euro Mindestlohn: Mehr Geld und mehr Respekt für 426.600 Sächsinnen und Sachsen

1. Juni 2022

Hen­ning Homann, stell­ver­tre­tender Vor­sit­zender und Spre­cher für Arbeit und Wirt­schaft der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, zur Aktu­ellen Debatte „Gute Arbeit für Sachsen: Tarif­löhne für Fach­kräfte, 12 Euro Min­dest­lohn aus Respekt“: Min­dest­lohn ist Min­destre­spekt. Denn 12 Euro pro Stunde sind das Min­deste, was die Men­schen auch hier in Sachsen für ihre Arbeit bekommen sollten! Gerade hier im Osten werden noch zu viele Men­schen mit Nied­rig­löhnen abge­speist, das sieht man schon daran, dass allein in Sachsen 426.600 Arbeitnehmer:innen direkt vom höheren Min­dest­lohn pro­fi­tieren werden. Das sind gut 20 Pro­zent aller Berufs­tä­tigen! Vor allem Frauen, die oft im Nied­rig­lohn­be­reich arbeiten, wird kon­kret geholfen.  Viele Men­schen in Sachsen arbeiten viel, halten das gesell­schaft­liche Leben am Laufen und bekommen leider oft viel zu wenig Geld. Hier wirkt der höhere Min­dest­lohn sofort!”

Homann sieht in der Min­dest­lohn­er­hö­hung auch einen Schritt zu mehr Lohn­ge­rech­tig­keit von Ost und West: „Noch immer ver­dient man in Ost­deutsch­land im Schnitt rund 800 Euro pro Monat weniger als im Westen – und das bei meist mehr Arbeits­zeit. Hier wird der höhere Min­dest­lohn helfen. Aber vor allem brau­chen wir mehr Tarif­bin­dung und gute Tar­fi­ver­träge. Nicht zuletzt wird der höhere Min­dest­lohn Bewe­gung bei den höheren Gehäl­tern bringen. Und das ist auch gut so!“ Homann machte in der Debatte deut­lich: „Die SPD-Frak­tion hat es sich zum Ziel gesetzt, den Zusam­men­halt in der Gesell­schaft und am Arbeits­platz zu stärken. Wir setzen uns für mehr Respekt und Sicher­heit für die Beschäf­tigten in Sachsen ein. Wir wissen, dass dieser Respekt, die Aner­ken­nung der Leis­tungen, die man für den eigenen Betrieb erbringt, jeden Tag aufs Neue erkämpft und ver­tei­digt werden müssen.

Foto: Pho​to​gra​phee​.eu | Adobe Stock

 

Des­halb: 

  • stehen wir an der Seite der Arbeitnehmer:innen und der Gewerk­schaften, die für bes­sere Löhne kämpfen,
  • spre­chen wir mit Unter­nehmen und Betrieben, um eine bes­sere Mit­be­stim­mung und Bezah­lung zu errei­chen und
  • setzen wir ord­nungs­po­li­ti­sche Rahmen sowie Anreize und inves­tieren in Wei­ter­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung.

 

Hin­ter­grund: Laut einer aktu­ellen Studie des Pestel Institut für Sys­tem­for­schung e. V im Auf­trag der  Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stätten (NGG) (https://​www​.mdr​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​/​p​o​l​i​t​i​k​/​m​i​n​d​e​s​t​l​o​h​n​-​e​r​h​o​e​h​u​n​g​-​z​w​o​e​l​f​-​e​u​r​o​-​a​u​s​w​i​r​k​u​n​g​-​s​a​c​h​s​e​n​-​a​n​h​a​l​t​-​t​h​u​e​r​i​n​g​e​n​1​0​0​.​h​tml) werden in Sachsen 426.600 Men­schen direkt von der Erhö­hung des MIn­dest­lohns pro­fi­tieren. In den ein­zelnen Land­kreisen und kreis­freien Städten sind das:

Land­kreis Bautzen 33.500
Stadt Chem­nitz 22.900
Lan­des­haupt­stadt Dresden 51.100
Erz­ge­birgs­kreis 39.300
Land­kreis Gör­litz 28.600
Stadt Leipzig 59.100
Land­kreis Leipzig 28.000
Land­kreis Meißen 25.100
Land­kreis Mit­tel­sachsen 34.200
Land­kreis Nord­sachsen 20.800
Land­kreis Säch­si­sche Schweiz – Osterz­ge­birge 27.300
Vogt­land­kreis 24.800
Land­kreis Zwi­ckau 31.900
Summe 426.600

Quelle: Pestel Institut für Sys­tem­for­schung e. V | Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stätten (NGG)

 

Respekt für Gute Arbeit.