Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag und Spre­cher für Arbeits­markt, zum Min­dest­lohn:

„Allen Welt­un­ter­gangs­vi­sio­nen zum Trotz: Der vor einem Jahr nach hartem Ringen ein­ge­führ­te Min­dest­lohn ist eine Erfolgs­ge­schich­te. Seit dem 1. Januar 2015 pro­fi­tie­ren rund 3,7 Mil­lio­nen arbei­ten­de Men­schen in Deutsch­land von seiner Ein­füh­rung – in Ost und West glei­cher­ma­ßen”, so Hen­ning Homann am Montag. „Allein in Sach­sen pro­fi­tie­ren rund 250 000 Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer vom Min­dest­lohn.”

„Mit 8,50 Euro pro Stunde setzt der Min­dest­lohn eine gesetz­li­che Lohn­un­ter­gren­ze und ist ein großer Erfolg, um die Würde der Arbeit zu schüt­zen und Lohn­dum­ping zu Lasten der ehr­li­chen Arbeit­ge­ber ein­zu­däm­men. Das soll­ten sich auch jene merken, die zu uns Geflüch­te­ten den Min­dest­lohn abspre­chen wollen. Es bleibt bei dem Grund­satz: Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit. Nie­mand wird davon aus­ge­nom­men.“

„Die Fakten spre­chen für den Min­dest­lohn. So ist die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten in Sach­sen gestie­gen – ent­ge­gen den Befürch­tun­gen, der Min­dest­lohn werde Jobs ver­nich­ten. Nach Anga­ben der Bun­des­agen­tur für Arbeit waren bei uns im Frei­staat im Sep­tem­ber rund 38 000 Men­schen mehr beschäf­tigt als Ende 2014. Und das Hoch auf dem Arbeits­markt hält weiter an. Wir haben jetzt die nied­rigs­te Arbeits­lo­sen­quo­te seit 24 Jahren.”

„Und schließ­lich hat sich auch nicht das Vor­ur­teil bewahr­hei­tet, der Min­dest­lohn schade der Wirt­schaft. Im Gegen­teil: Die Wirt­schaft merkt, dass die Men­schen mehr Geld in der Tasche haben. Selten ist die Kon­sum­lau­ne der Ver­brau­cher besser gewe­sen. Gering­ver­die­ner haben durch den Min­dest­lohn ein Lohn­zu­wachs von fünf Pro­zent. Das sind auch gute Aus­sich­ten für das kom­men­de Jahr.“