Die säch­si­schen Natur­schutz­sta­tio­nen bekom­men finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch den Frei­staat. Bereits im Rahmen der Haus­halts­ver­hand­lun­gen im Herbst 2016 wurden dafür 1,5 Mil­lio­nen Euro pro Jahr ein­ge­stellt. Nun wird in dem gemein­sa­men Antrag von CDU‑, SPD- und GRÜNEN-Frak­ti­on ‚Umset­zungs­kon­zept säch­si­scher Natur­schutz­sta­tio­nen’ (Drs 6/8984) vor­ge­schla­gen, wie die Natur­schutz­sta­tio­nen die im Haus­halt 2017/2018 fest­ge­leg­ten finan­zi­el­len Mittel erhal­ten sollen. So werden die Schwer­punkt­auf­ga­ben des prak­ti­schen Natur­schut­zes vor Ort erst­ma­lig in dieser Grö­ßen­ord­nung durch den Frei­staat unter­stützt.

Dazu erklärt Wolf­ram Gün­ther, umwelt­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­ti­on BÜND­NIS 90/DIE GRÜNEN im Säch­si­schen Land­tag:
„Natur­schutz­ar­beit braucht Kon­ti­nui­tät. Mit der jetzt geplan­ten Unter­stüt­zung gibt es wieder mehr Pla­nungs­si­cher­heit für die Natur­schutz­sta­tio­nen. Gerade per­so­nel­le Struk­tu­ren sind so weni­ger gefähr­det, als wenn sie allein von immer nur tem­po­rä­rer Pro­jekt­för­de­rung abhän­gig sind. Mit den genann­ten Auf­ga­ben vom Erhalt der Arten­viel­falt über Bio­toppfle­ge, Nach­wuchs­ge­win­nung bis hin zur Umwelt­bil­dung spie­gelt der Antrag die ganze Breite der Natur­schutz­ar­beit wieder. Ich freue mich, dass wir hier mit der CDU und der SPD an einem Strang ziehen konn­ten und diese Auf­ga­ben lan­des­weit Unter­stüt­zung durch den Frei­staat Sach­sen finden werden.”

Dazu sagt der Vor­sit­zen­de des Arbeits­krei­ses für den länd­li­chen Raum, Umwelt und Land­wirt­schaft der CDU-Frak­ti­on, Andre­as Heinz: „Mit der Umset­zung eines in sich schlüs­si­gen Kon­zep­tes der Natur­schutz­sta­tio­nen tragen wir gemein­sam dazu bei, dass auf regio­na­ler Ebene quer­schnitts­be­zo­ge­ne Natur­schutz­ar­beit sicher­ge­stellt wird. Hier­mit ermög­li­chen wir die Zusam­men­ar­beit von eta­blier­ten pro­fes­sio­nel­len sowie ehren­amt­li­chen Struk­tu­ren zum Wohle des Natur­schut­zes und der Umwelt­bil­dung. Die Natur­schutz­sta­tio­nen können 1,5 Mio. EUR pro Jahr für Maß­nah­men zum Arten­schutz, Bio­toppfle­ge, Umwelt­bil­dung u.v.m. ein­set­zen. Ins­be­son­de­re können wir uns über die Sicher­stel­lung und Aus­wei­tung der Natur­schutz­ar­beit in Sach­sen freuen.“

Dazu erklärt Simone Lang, Spre­che­rin für Umwelt­schutz der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag:
„Ehren­amt­li­che Natur­schutz­ar­beit braucht ver­läss­li­che Struk­tu­ren. Bereits im Koali­ti­ons­ver­trag haben wir die För­de­rung von Natur­schutz­sta­tio­nen ver­an­kert. Mit dem Haus­halt 2017/2018 ist es uns gelun­gen, erst­mals Mittel im Umfang von 1,5 Mio. Euro zur För­de­rung von Natur­schutz­sta­tio­nen bereit­zu­stel­len. Mit dem gemein­sa­men Antrag wird nun der poli­ti­sche Wille inhalt­lich kon­kre­ti­siert. Ein flä­chen­de­cken­des Netz von Natur­schutz­sta­tio­nen ist für die prak­ti­sche Umwelt­ar­beit in den Regio­nen wich­tig.“