„Die Situa­ti­on der Beschäf­tig­ten in unse­ren Kran­ken­häu­sern, beson­ders im Pfle­ge­be­reich,  ist mehr als schwie­rig“, erklär­te Dagmar Neu­kirch,  stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der SPD-Frak­ti­on und Spre­che­rin für Sozia­les, Gesund­heit und Pflege, am Mitt­woch nach einem Besuch im Uni­kli­ni­kum Dres­den. „Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten brau­chen gute Pflege. Dazu brau­chen Pfle­ge­kräf­te Arbeits­be­din­gun­gen, die ihnen eine gute Pflege über­haupt erst ermög­li­chen.“

An der Uni­kli­nik waren wie in zahl­rei­chen ande­ren deut­schen Kran­ken­häu­sern Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter einem Aufruf der Gewerk­schaft ver.di gefolgt und hatten auf den Per­so­nal­man­gel an den Ein­rich­tun­gen auf­merk­sam gemacht. Nach Gewerk­schafts­an­ga­ben fehlen bun­des­weit 162.000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter an den Kran­ken­häu­sern, davon 70.000 in der Pflege.

„Die Ver­bes­se­rung der Arbeits­be­din­gun­gen für die Beschäf­tig­ten in den Kran­ken­häu­sern, ins­be­son­de­re im nicht­ärzt­li­chen Dienst, ist eines der wich­tigs­ten Ziele, das die SPD mit dem Kran­ken­haus­struk­tur­ge­setz ver­folgt“, erläu­ter­te Neu­kirch die Posi­ti­on  der SPD.  „Die finan­zi­el­len Rah­men­be­din­gun­gen für Kran­ken­häu­ser müssen so gestal­tet sein, dass sie ihrer Ver­ant­wor­tung gegen­über ihren Beschäf­tig­ten nach­kom­men können.“

„Um kurz­fris­tig zu helfen, bringt die SPD mit dem Kran­ken­haus­struk­tur­ge­setz auch ein Pfle­ge­stel­len­för­der­pro­gramm für Deutsch­land auf den Weg. Bisher sind für die kom­men­den drei Jahre ins­ge­samt 660 Mil­lio­nen Euro zusätz­lich aus­schließ­lich für die Pflege am Bett vor­ge­se­hen. Ich unter­stüt­ze dazu aber aus­drück­lich die For­de­rung des Gesund­heits­ex­per­ten der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on, Karl Lau­ter­bach: Die finan­zi­el­len Mittel müssen ver­dop­pelt werden. Wir wollen zusätz­lich 1,3 Mil­li­ar­den Euro für die Pflege!“

„Mit dem Kran­ken­haus­struk­tur­ge­setz, das am 2. Juli in den Bun­des­tag ein­ge­bracht wird, wollen wir die Situa­ti­on der Kran­ken­häu­ser nach­hal­tig ver­bes­sern. Es ist uns dabei vor allem wich­tig, dass die Finan­zie­rung der pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten im Kran­ken­haus dau­er­haft und plan­bar gesi­chert wird. Dazu wird eine Kom­mis­si­on mit Exper­tin­nen und Exper­ten aus Praxis, Wis­sen­schaft und Selbst­ver­wal­tung bis spä­tes­tens Ende 2017 Vor­schlä­ge unter­brei­ten.“