„Die jüngs­ten Äuße­run­gen des AfD-Bun­des­vor­sit­zen­den zum Geden­ken am 13. Febru­ar erin­nern fatal an das Agie­ren der rechts­ex­tre­men NPD. Wie die NPD zieht Chru­pal­la die wis­sen­schaft­li­chen For­schungs­er­geb­nis­se der His­to­ri­ker-Kom­mis­si­on zu den Opfer­zah­len in Dres­den in Zwei­fel – um den noch von den Natio­nal­so­zia­lis­ten erschaf­fe­nen Mythos der unschul­di­gen Stadt Dres­den wie­der­zu­be­le­ben“, so Albrecht Pallas, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on, am Montag.

„Dres­den ist doch schon längst weiter. Die Zahl von 25.000 Todes­op­fern durch die Bom­ben­an­grif­fe wurde durch die His­to­ri­ker-Kom­mis­si­on fest­ge­stellt. Neben dem stil­len Geden­ken an die Opfer von Krieg und Zer­stö­rung haben sich auch For­ma­te eta­bliert, die sich mit den Gräu­el­ta­ten der Nazis in Dres­den befas­sen und damit die Rolle der Stadt im Drit­ten Reich auf­zei­gen.“

„Chru­pal­las Gerede steht in einer Reihe mit den unsäg­li­chen Äuße­run­gen der NPD zum ‚alli­ier­ten Bom­ben­ter­ror‘ oder zum ‚Bom­ben­ho­lo­caust‘. Es gibt keinen Zwei­fel: Die AfD hat längst das Geschäft der NPD über­nom­men.“

Hin­ter­grund: Wäh­rend die His­to­ri­ker-Kom­mis­si­on in ihrem Abschluss­be­richt vor zehn Jahren zu dem Ergeb­nis kam, dass zwi­schen dem 13. und 15. Febru­ar 1945 etwa 25.000 Men­schen in Dres­den ums Leben kamen, spricht Chru­pal­la im aktu­el­len „Spie­gel“ erneut von der längst wider­leg­ten Opfer­zahl von 100.000 Men­schen.