„Der in Europa wieder grassierende Nationalismus hat gestern zu einer hochemotionalen Entscheidung im Europäischen Parlament über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU geführt. Dagegen wirkt die kleinliche Debatte, ob Sachsen die NATO-Übung Defender Europe 2020 unterstützen solle, wirklich fehl am Platze“, so unser Innenexperte Albrecht Pallas am Donnerstag im Landtag.

„Ab morgen werden erstmals seit Jahrzehnten innerhalb Europas wieder Barrieren errichtet. 66 Millionen Menschen verlassen die europäische Familie. Bei allem Verständnis für demokratische Mehrheitsentscheidungen – das ist ein trauriger Tag für Europa, für Deutschland und auch für Sachsen.“

„Als Europäer hoffe ich inständig, dass wir uns diese guten Beziehungen zwischen den Völkern erhalten. Das ist auch unsere Aufgabe hier in Sachsen. Europa ist und bleibt unsere Zukunft und ich hoffe, dass die Briten einst wieder in unsere Mitte zurückkehren. Deshalb sollten unsere die Hand ausgestreckt bleiben. Für mich ist das der eigentliche Kern der heutigen Aktuellen Debatte.“

„Eine Ablehnung der Unterstützung der Defender-Übung ist noch keine Friedenspolitik – ein aktives Wirken für Völkerverständigung und interkulturellen Austausch aber sehr wohl. Trotz aller berechtigter und unberechtigter Kritik an den derzeitigen Regierungen von Großbritannien, der USA oder Russlands dürfen wir nicht ganze Völker in Mithaftung nehmen. Wir müssen die Brücken zwischen unseren Kulturen erhalten.“