Albrecht Pallas, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­ti­on, am Mitt­woch im Land­tag in der Debat­te zu isla­mis­ti­schem Terror:

„Der isla­mis­ti­sche und offen­bar homo­pho­be Anschlag in Dres­den trifft nicht nur Men­schen, die aus ras­sis­ti­schen, anti­se­mi­ti­schen, homo- und trans­feind­li­chen oder ande­ren men­schen­ver­ach­ten­den Hal­tun­gen von Gewalt betrof­fen sind. Er trifft die ganze Gesell­schaft – uns alle, die wir ein Zusam­men­le­ben in Viel­falt wollen und ver­tei­di­gen“, so Albrecht Pallas.

„Isla­mis­ti­sche Extre­mis­ten wollen unsere offene und viel­fäl­ti­ge Gesell­schaft tref­fen und schre­cken auch vor Mord nicht zurück. Das zeigen genau­so der grau­sa­me Mord am Lehrer Samuel Paty in einem Pari­ser Vorort, der Anschlag von Nizza mit drei Toten und der Anschlag in Wien mit vier ermor­de­ten Men­schen und 14 Schwer­ver­letz­ten.“

„Unsere Ant­wort auf diesen Hass muss eine Ver­tei­di­gung unse­rer Lebens­wei­se, mehr Offen­heit und mehr Demo­kra­tie sein, aber auch eine klare Äch­tung men­schen­feind­li­cher Taten. Isla­mis­mus ist keine Her­kunft und keine Reli­gi­on. Er ist eine feige und men­schen­feind­li­che Ideo­lo­gie, die wir als Bedro­hung von Frie­den und Zusam­men­halt mit allen Mit­teln bekämp­fen müssen.“

„Dazu gehört auch, dass wir jenen ent­ge­gen­tre­ten, die jetzt wieder massiv Stim­mung gegen Mus­li­me oder ins­ge­samt gegen Migran­ten machen. Eine solche Schief­la­ge in der Debat­te ent­steht, wenn die Bewer­tung isla­mis­ti­scher Angrif­fe den Rechts­au­ßen über­las­sen wird“, so Pallas. Daher müsse das „unan­ge­nehm auf­fäl­li­ge Schwei­gen“ bei den poli­tisch linken Par­tei­en – wie es Kevin Küh­nert for­mu­liert hatte – been­det werden. „Aus sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Sicht ist das not­wen­dig, weil Isla­mis­mus ins­be­son­de­re die Werte trifft, die uns so wich­tig sind: Offen­heit, Viel­falt, ein frei­heit­li­ches und siche­res Leben, Gemein­sinn, Gleich­heit oder Soli­da­ri­tät.“

Fana­tis­mus und Extre­mis­mus führen zu kon­kre­ten Bedro­hun­gen und Todes­op­fern

Pallas: Men­schen­feind­li­che Taten klar ächten – Ant­wort auf Hass ist mehr Offen­heit und Demo­kra­tie