„Die heute vom Innen­mi­nis­te­ri­um vor­ge­leg­te Kri­mi­na­li­täts­sta­tis­tik belegt, was wir lange ver­mu­tet haben: Die über­wie­gen­de Mehr­heit der zu uns geflüch­te­ten Men­schen hält sich an Recht und Gesetz“, erklär­te Albrecht Pallas, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­ti­on,  am Don­ners­tag. „Dem star­ken Anstieg der Zahl Geflüch­te­ter steht ein nur leich­ter Anstieg der Straf­ta­ten durch diese Gruppe gegen­über. Der immer wieder erho­be­ne Gene­ral­ver­dacht gegen Asyl­su­chen­de ist also falsch.“

„Beson­de­res Augen­merk muss künf­tig den Mehr­fach- und Inten­siv­tä­tern gelten, denn obwohl diese nur 1,3 % aller Zuwan­de­rer aus­ma­chen, waren sie bis­lang für nahezu die Hälfte alle regis­trier­ten Straf­ta­ten ver­ant­wort­lich.“

„Klar ist, dass die säch­si­schen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den ent­schie­den gegen die­je­ni­gen vor­ge­hen müssen, die Straf­ta­ten bege­hen – egal ob sie Deut­sche, EU-Bürger oder Asyl­su­chen­de oder Zuwan­de­rer aus ande­ren Län­dern sind. Daran gibt es keinen Zwei­fel.

Das gilt auch für die Kri­mi­nel­len, die gezielt Asyl­un­ter­künf­te angrei­fen oder andere Men­schen wegen ihres Enga­ge­ments für Flücht­lin­ge ange­grif­fen oder belei­digt haben. Auch sie müssen mit der ganzen Härte des Rechts­staa­tes rech­nen. Es bleibt zu hoffen, dass das in diesen Fällen tätige Ope­ra­ti­ve Abwehr­zen­trum bald wei­te­re Ermitt­lungs­er­geb­nis­se auf den Tisch legen kann.“

„Aus­drück­lich wider­spre­che ich der Dar­stel­lung der AfD, deren Abge­ord­ne­ter Wippel in einer regio­nal ver­brei­te­ten Erklä­rung dreist von einem „rasan­ten“ Anstieg der Zahl kri­mi­nel­ler Asyl­be­wer­ber spricht. Er stellt bewusst fal­sche Behaup­tun­gen auf, die Vor­ur­tei­le bedie­nen und schü­ren sollen.“