Pallas: Polizeifachschulen weiterentwickeln statt schließen!

20. September 2022

Zur Debatte um die Zukunft der Poli­zei­fach­schule (https://​www​.freie​presse​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​s​a​c​h​s​e​n​/​s​a​c​h​s​e​n​-​w​i​l​l​-​p​o​l​i​z​e​i​s​c​h​u​l​e​n​-​i​n​-​c​h​e​m​n​i​t​z​-​u​n​d​-​l​e​i​p​z​i​g​-​s​c​h​l​i​e​s​s​e​n​-​a​r​t​i​k​e​l​1​2​4​3​4​459) in Leipzig erklärt der innen­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­tion Albrecht Pallas:

„Ich kann unter keinem Gesichts­punkt nach­voll­ziehen, wie das Innen­mi­nis­te­rium über­haupt auf die Idee kommen kann, die Poli­zei­fach­schule Leipzig zu schließen. Die Bewerber:innenzahlen spre­chen eine ganz andere Sprache: von 550 Aus­bil­dungs­plätzen für den mitt­leren Dienst wollten 222 Polizeianwärter:innen nach Leipzig, wo es nur 100 Plätze gibt. Hier muss inves­tiert statt geschlossen werden!”

„Es mag sein, dass in den Standort Schnee­berg in den ver­gan­genen Jahren am meisten inves­tiert wurde. Das heißt für mich aber auch, dass es an der Poli­zei­fach­schule Leipzig erheb­li­chen Nach­hol­be­darf gibt, der nach­ge­holt werden muss. Die vom Staats­mi­nister für Rothen­burg ange­kün­digte Qua­li­täts­of­fen­sive muss auch die Poli­zei­fach­schulen errei­chen. Neben einem wirk­lich inno­va­tiven Hoch­schul­ent­wick­lungs­kon­zept mit Stär­kung der Lehre und For­schung, einem Campus 4.0 und mehr Koope­ra­tionen mit anderen Hoch­schulen brau­chen wir eine attrak­tive Poli­zei­aus­bil­dung im mitt­leren Dienst.”

„Attraktiv ist die Aus­bil­dung nur dann, wenn wir auf die Bewerber:innenwünsche ein­gehen, denn wir brau­chen gute Leute! Attrak­tive Stand­orte zu schließen, bewirkt das Gegen­teil und ver­schärft den Per­so­nal­mangel. Denn aus Gesprä­chen mit Stu­die­renden und Schüler:innen der Polizei Sachsen weiß ich, dass der Standort ein äußerst rele­vanter Aspekt für oder gegen die Ent­schei­dung zum Dienstein­tritt und Qua­li­fi­zie­rung durch Stu­dium ist.”

Foto: Adobe Stock, blen​de11​.photo