Albrecht Pallas, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag, am Frei­tag zum bevor­ste­hen­den Demons­tra­ti­ons­ge­sche­hen in Dres­den:

„Es ist an Rück­sichts­lo­sig­keit, Igno­ranz und Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit kaum zu über­bie­ten, dass bun­des­weit zu einer Quer­den­ken-Demons­tra­ti­on am mor­gi­gen Sams­tag in Dres­den mobi­li­siert wird. Dass die Hoo­li­gan­sze­ne mitt­ler­wei­le euro­pa­weit nach Dres­den ein­lädt, zeigt, dass es diesen Leuten kei­nes­wegs um legi­ti­me Kritik an den Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Corona-Pan­de­mie geht. Hier erfolgt ein Schul­ter­schluss von Kräf­ten, die unsere frei­heit­li­che-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung desta­bi­li­sie­ren wollen“, so Albrecht Pallas.

„In Baden-Würt­tem­berg wird die Quer­den­ken-Bewe­gung mitt­ler­wei­le vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet, weil es hin­rei­chend gewich­ti­ge Anhalts­punk­te für eine extre­mis­ti­sche Bestre­bung gibt. Solche Bestre­bun­gen sollen offen­kun­dig weiter nach Sach­sen getra­gen werden.“

„Das Grund­recht auf Ver­samm­lungs­frei­heit ist ein hohes Gut und gilt auch in dieser außer­or­dent­lich belas­ten­den Zeit der Pan­de­mie. Auf­ru­fe zur Groß­de­mons­tra­tio­nen unter den jet­zi­gen Bedin­gun­gen aber sind ver­ant­wor­tungs­los und ego­is­tisch. Wir haben bei Quer­den­ken-Demons­tra­tio­nen in Leip­zig gese­hen, dass sich die meis­ten Teil­neh­mer nicht an die grund­le­gends­ten Regeln halten. Mitt­ler­wei­le hat sich die Pan­de­mie-Lage weiter ver­schärft. Ärzte und Pfle­ger schla­gen Alarm, weil sie am Limit arbei­ten.“

„Ich erwar­te, dass Stadt und Poli­zei Ver­bo­te bezie­hungs­wei­se Auf­la­gen zum Infek­ti­ons­schutz kon­se­quent durch­set­zen und die Dresd­ner Bevöl­ke­rung schüt­zen.“