„Der weit über­wie­gen­de Teil der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in der Poli­zei steht fest auf dem Boden des Grund­ge­set­zes und bekennt sich zu den frei­heit­li­chen, demo­kra­ti­schen und rechts­staat­li­chen Werten unse­rer Ver­fas­sung“, so SPD-Innen­ex­per­te Albrecht Pallas am Mitt­woch im Land­tag. Den­noch sei für die Debat­te zum Thema Ras­sis­mus in der Poli­zei eine wis­sen­schaft­li­che Grund­la­ge not­wen­dig. „Mit einer Studie können wir am besten den unge­recht­fer­tig­ten Pau­scha­li­sie­run­gen und Dif­fa­mie­run­gen der Arbeit der Poli­zei ent­ge­gen­wir­ken und Hand­lungs­an­sät­ze für Poli­tik und Poli­zei­füh­rung iden­ti­fi­zie­ren.“

Pallas ver­wies auf die jetzt geplan­te Bundes-Studie zu All­tags­ras­sis­mus in der Gesell­schaft sowie Gewalt und Hass gegen Poli­zis­ten, die unter Feder­füh­rung des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums erar­bei­tet werde. „Ja, ich hätte mir eine andere Studie vom Bund oder eine Lan­des­stu­die gewünscht, die näher am Thema ist.“ Den­noch sei es gut, dass Bun­des­in­nen­mi­nis­ter See­hofer auf Druck der SPD seinen gene­rel­len Wider­stand bei dem Thema auf­ge­ge­ben habe.

„Der Erfolg der Studie hängt vom Ver­trau­en der Poli­zei­be­diens­te­ten gegen­über den Befra­gen­den ab. Des­halb unter­stüt­zen wir den Vor­schlag der SPD-Innen­mi­nis­ter und – sena­to­ren, dass ergän­zend zu einer lang­fris­ti­gen Studie zuvor bereits mög­lichst zeit­nah ein wis­sen­schaft­li­cher Blick auf den poli­zei­li­chen Alltag ermög­licht wird. Es geht um eine unab­hän­gi­ge Studie unter Ein­bin­dung der Poli­zei – nicht gegen die Poli­zei.“