SPD-Innen­po­li­tiker Albrecht Pallas hat eine Sicher­heits­part­ner­schaft zwi­schen der Stadt Chem­nitz und dem Land ange­regt. Dabei sollte es unter anderem um mehr Prä­senz der Polizei und anderen Ord­nungs­kräften gehen, bis hin zu mehr Bun­des­po­lizei im Bahnhof oder in den Zügen, sagte er am Mitt­woch im Landtag. „Wir müssen uns auch mit der Waf­fen­pro­ble­matik befassen. Ich bin schon dafür, dass wir prüfen, ob in Chem­nitz zeit­lich befristet eine Waf­fen­ver­bots­zone ein­ge­richtet werden sollte.“

„Wir müssen uns mit denen beschäf­tigen, die für Unruhe und Kri­mi­na­lität sorgen – egal, ob sie Deut­sche oder Nicht­deut­sche sind“, so Pallas und fügte hinzu: „Leider fokus­siert diese Debatte viel zu sehr auf Aus­länder.“

Über Chem­nitz hinaus  gelte: „Wir sollten schauen, wie wir unsere Kom­munen in Hin­blick auf Ord­nung und Sicher­heit stärker unter­stützen können.“ Das sei bei den Bera­tungen zum Haus­halt zu berück­sich­tigen, so Pallas.

„Die Frage nach der tat­säch­li­chen Situa­tion in Chem­nitz ging in den ver­gan­genen Tagen etwas unter. Damit müssen wir uns, damit müssen sich Sicher­heits­be­hörden in Stadt und Land drin­gend aus­ein­an­der­setzen. Da haben wir eine unüber­schau­bare Zahl von Men­schen in Chem­nitz, die sich in der Innen­stadt an bestimmten Ecken unwohl fühlen oder Angst haben. Das ist für sich genommen sehr ernst zu nehmen. Denn wer Angst hat, beschränkt sich selbst in seiner Frei­heit, der geht an bestimmte Orte nicht mehr und ver­liert dann das Ver­trauen in Demo­kratie und Rechts­staat. Das müssen wir ver­hin­dern.“