„Mit dem jetzt ver­ab­schie­deten Haus­halt für den Bereich Regio­nal­ent­wick­lung ver­bes­sern wir die Lebens­ver­hält­nisse sowohl in den Städten als auch in länd­li­chen Räumen“, so der woh­nungs­bau­po­li­ti­sche Albrecht Pallas. „Bezahl­bare Woh­nungen im Mie­ter­land Sachsen stehen wei­terhin ganz oben auf unserer Liste. Denn wir wollen, dass die Men­schen in unserem Land bei­ein­ander bleiben und Wohnen überall bezahlbar und attraktiv ist.“

„Eines der wich­tigsten Instru­mente für bezahl­bares Wohnen und gute Durch­mi­schung der Quar­tier ist der soziale Woh­nungsbau. Den haben wir als SPD-Frak­tion 2017 erkämpft und setzen ihn nun mit aller Kraft fort. Mit 50 Mil­lionen Euro jähr­lich gibt es nun im Ver­gleich zum letzten Dop­pel­haus­halt sogar ein Plus von jeweils 10 Mil­lionen Euro.

Eine gute Ergän­zung ist das neue Pro­gramm zur Sanie­rung güns­tiger Woh­nungen in den Klein- und Mit­tel­städten, das mit jähr­lich 24,3 Mil­lionen Euro aus­ge­stattet ist. Vor allem Genos­sen­schaften und Kom­mu­nale Woh­nungs­un­ter­nehmen können so ihren Woh­nungs­be­stand sanieren, ohne dass danach die Mieten rasant steigen. Damit können viele junge Men­schen im länd­li­chen Raum gehalten werden.”

Der Frei­staat erhält für die Pro­gramm­jahre 2021 und 2022 etwa 50 Mil­lionen Euro vom Bund für den sozialen Woh­nungsbau, die durch Lan­des­mittel ergänzt werden. Ins­ge­samt stehen damit im Dop­pel­haus­halt 2021/2022 jähr­lich 74,3 Mio. Euro für Bau und Sanie­rung von miet­preis- und bele­gungs­ge­bun­denem Wohn­raum in ganz Sachsen zur Ver­fü­gung.

„Mit der sozialen Wohn­raum­för­de­rung haben wir den gesamten Frei­staat im Blick. Auch das Dar­le­hens­pro­gramm ‚Jung kauft Alt‘ zum Erwerb und zur Sanie­rung von Gebäuden ist ein gutes Pro­gramm für junge Fami­lien in Klein- und Mit­tel­städten. Damit werden wir den unter­schied­li­chen Erfor­der­nissen der regio­nalen Woh­nungs­märkte gerecht .“ Für das Pro­gramm „Jung kauft Alt“ wurden im Dop­pel­haus­halt 2,5 Mil­lionen Euro jähr­lich als Min­dest­an­satz fest­ge­schrieben.

„Im Koali­ti­ons­ver­trag haben wir ver­ein­bart, dass wir neben dem sozialen Woh­nungsbau auch koope­ra­tive, genos­sen­schaft­liche und gemein­wohl­ori­en­tierte Wohn-Modelle unter­stützen werden. Der Haus­halt setzt das nun um: Durch einen Ände­rungs­an­trag stellen wir jähr­lich 300.000 € für eine Wohn­raum­be­ra­tung ins­be­son­dere für koope­ra­tive Bau- und Wohn­pro­jekt­in­itia­tiven zur Ver­fü­gung.“

„Wer viel bauen will, muss Ver­fahren ver­ein­fa­chen und moder­ni­sieren. Dafür ist die Digi­ta­li­sie­rung der Bau­ver­wal­tung ein wich­tiges Thema. Ich bin froh, dass sich die Koali­ti­ons­frak­tionen an diesem Punkt noch auf Nach­bes­se­rungen am Haus­halts­ent­wurf geei­nigt haben. Nun­mehr stehen für beide Haus­halts­jahre ins­ge­samt 4,5 Mil­lionen Euro für schnel­lere und trans­pa­ren­tere Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fahren, für die Ver­ein­heit­li­chung von Stan­dards und die Ver­net­zung der betei­ligten Akteure zur Ver­fü­gung.“

„Für die Zukunft wün­sche ich mir, dass wir in Sachsen eine Wohn­raum­för­de­rung aus einem Guss bekommen und den sozialen Woh­nungsbau quan­ti­tativ und qua­li­tativ deut­lich wei­ter­ent­wi­ckeln“, so Pallas abschlie­ßend. „Dazu gehört auch, dass der Anstieg der Mieten in den Bal­lungs­zen­tren gebremst und der Markt­logik ent­zogen wird. Ich bin zuver­sicht­lich, dass die Koali­tion bei der Miet­preis­bremse eine Lösung finden wird.“