„In mei­nem per­sön­li­chen Umfeld bekom­me ich die gan­ze Band­brei­te des ange­spann­ten Woh­nungs­mark­tes mit: Men­schen mit schma­lem Ein­kom­men, die aus ihrer eigent­lich bezahl­ba­ren Alt­bau­woh­nung her­aus­mo­der­ni­siert wer­den; Men­schen, die nach zwei Miet­erhö­hun­gen in nur einem Jahr durch ihren Ver­mie­ter Angst haben, dass es so wei­ter­geht; älte­re Men­schen, die in eine klei­ne­re Woh­nung umzie­hen wol­len, für die aber klei­ne­re Woh­nun­gen viel zu teu­er sind. Für die SPD gilt: Woh­nen muss auch für die Haus­hal­te mit klei­nen und mitt­le­ren Ein­kom­men bezahl­bar blei­ben. Nie­mand soll mehr als ein Drit­tel sei­nes Net­to­ein­kom­mens allein fürs Woh­nen aus­ge­ben müs­sen. Das gilt für das Land genau­so wie für die gro­ßen Städ­te“, so Albrecht Pallas.

Für die­ses Ziel kämpft die SPD in der Bun­des­re­gie­rung wie in Sach­sen glei­cher­ma­ßen. Der Woh­nungs­gip­fel in Ber­lin am 21. Sep­tem­ber habe für die Debat­te gute Impul­se gesetzt – Mie­ter wer­den vor zu star­ken Miet­erhö­hun­gen geschützt und Gering­ver­die­ner bei den Wohn­kos­ten stär­ker ent­las­tet. Mit vita­len Orts­ker­nen sol­len länd­li­che Gemein­den attrak­tiv blei­ben – gera­de auch für jun­ge Familien.

„Der SPD ist es seit jeher ein wich­ti­ges Anlie­gen, dass ver­schie­de­ne sozia­le Grup­pen zusam­men woh­nen blei­ben. Der Arbei­ter soll neben dem Hoch­schul­leh­rer woh­nen kön­nen“, so Pal­las.

Auf dem Wohn­gip­fel der Bun­des­re­gie­rung wur­de aber auch bespro­chen, wie Kom­mu­nen künf­tig schnel­ler Bau­land aus­wei­sen und es nach­hal­tig und öko­lo­gisch ent­wi­ckeln kön­nen. Sowie die Fra­ge, wie die Bau­kos­ten beherrsch­bar blei­ben und zugleich die ambi­tio­nier­ten Ener­gie- und Kli­ma­zie­le erreicht wer­den können.

„Für Sach­sen heißt das: Wir müs­sen die Ent­wick­lung im gesam­ten Bun­des­land betrach­ten. Die ver­schie­de­nen regio­na­len Woh­nungs­märk­te unter­schei­den sich ganz stark. So haben vor allem Leip­zig und Dres­den einen noch immer unge­brems­ten Zuzug. Klei­ne­re Städ­te in Bal­lungs­zen­tren erle­ben der­zeit Ent­wick­lun­gen wie in Groß­städ­ten. Ande­re Klein- und Mit­tel­städ­te und länd­li­che Regio­nen haben mit vie­len Weg­zü­gen zu kämpfen.

Wenn wir uns die Fra­ge stel­len, wie wir es schaf­fen, dass weni­ger jun­ge Men­schen aus die­sen Regio­nen weg­zie­hen und wie­der mehr nach ihrer Aus­bil­dung oder ihrem Stu­di­um zurück in ihre Hei­mat kom­men, dann wird klar: Die Fra­ge des Wohn­raums ist zur zen­tra­len sozia­len Her­aus­for­de­rung unse­rer Zeit geworden.

Eigen­hei­me kön­nen nicht län­ger aus­schließ­lich staat­lich geför­dert wer­den. Auf dem Land haben vie­le Kom­mu­nen mit hohem Leer­stand bei unsa­nier­ten Woh­nun­gen zu tun. Wür­den die hoch­wer­tig saniert, könn­ten sich vie­le die­se nicht mehr leisten.

In den Bal­lungs­zen­tren stei­gen die Mie­ten sehr schnell. Bestands­mie­ten sind bereits begrenzt. Die Teue­rung kommt aber durch Neu­ver­trags­mie­ten zustan­de. Aus Sicht der SPD ist es dar­um drin­gend gebo­ten, dass die Staats­re­gie­rung für Dres­den und Leip­zig die Miet­preis­brem­se einführt.

Zusätz­lich geht es vor allem dar­um, bezahl­ba­re Woh­nun­gen zu schaf­fen. Der Markt regelt das nicht allein, hier muss der Staat ein­grei­fen. In der Regie­rung haben wir den sozia­len Woh­nungs­bau wie­der ein­ge­führt, mit jähr­lich je 20 Mil­lio­nen Euro, die nach Dres­den und Leip­zig flie­ßen. Bis­her pro­fi­tie­ren davon aber nur Sozi­al­leis­tungs­emp­fän­ger. Des­halb for­dert die SPD, die­se Pro­gram­me drin­gend auch für Haus­hal­te mit klei­nen und mitt­le­ren Ein­kom­men zu öff­nen“, so Pal­las abschließend.