Pallas verurteilt Anschlag auf geplante Geflüchteten-Unterkunft

28. Oktober 2022

Heute Morgen kam es in der geplanten Unter­kunft für Geflüch­tete Spree­hotel in Bautzen zu einem schweren Brand­an­schlag durch bisher unbe­kannte Täter. Zum Tat­zeit­punkt über­nach­teten vier Men­schen vor Ort, die zum Glück nicht zu Schaden kamen. Das Poli­zei­liche Ter­ro­rismus- und Extre­mismus-Abwehr­zen­trum (PTAZ) ermit­telt. Albrecht Pallas, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­tion in Sachsen, zeigt sich erschüt­tert:

Ich ver­ur­teile diesen feigen Anschlag aufs Schärfste. Ich hoffe, dass die säch­si­sche Polizei umge­hend und mit ent­spre­chendem Auf­wand damit beginnt, die Täter:innen zu ermit­teln. Zugleich muss diese Tat ein Weckruf für Behörden, aber auch für die Gesell­schaft sein: Wir müssen uns stärker gegen Men­schen- und Demo­kra­tie­feind­lich­keit zur Wehr setzen!

Bei uns in Sachsen ist ein Klima ent­standen, in wel­chem sich Nazis und andere rechts­ra­di­kale Men­schen­feinde dazu berufen fühlen, Geflüch­tete und ver­meint­liche Gegner:innen verbal und kör­per­lich zu atta­ckieren. Das ist kri­mi­nell und muss geahndet und geächtet werden.

Wenn manche Politiker:innen Ängste vor Geflüch­teten schüren, statt ihre eigenen Auf­gaben zu lösen und ihrer Ver­ant­wor­tung gerecht zu werden, folgen diesen Worten auch Taten.

Die drän­genden Pro­bleme einer aus­rei­chenden und men­schen­wür­digen Unter­brin­gung bei uns im Frei­staat müssen end­lich gelöst werden. Auch dafür sind die schreck­li­chen Angriffe der ver­gan­genen Tage in Hoyers­werda und Bautzen ein drin­gender Weckruf.

Allen Opfern rechts­ex­tremer Gewalt gilt unsere vollste Soli­da­rität. Sachsen muss alle Kräfte bün­deln, um den Kampf gegen frem­den­feind­liche und rechts­ex­treme Umtriebe im Frei­staat zu stärken.”