„Erfreu­lich ist der Rück­gang extre­mis­ti­scher Gewalt­straf­taten“, so SPD-Innen­ex­perte Albrecht Pallas, zum am Dienstag vor­ge­stellten Ver­fas­sungs­schutz­be­richt.  „Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Denn nach wie vor ver­giften Hass und Gewalt das gesell­schaft­liche Klima. Der wei­tere Anstieg rechts­ex­tre­mis­ti­scher Straf­taten, aber auch die Gefahren durch die wach­sende Zahl gewalt­be­reiter Auto­nomer zeigen drin­genden Hand­lungs­be­darf auf. Um es deut­lich zu sagen: Wir brau­chen nicht nur einen starken Rechts­staat, wir brau­chen im ganzen Land auch Prä­ven­ti­ons­an­ge­bote und Zivil­cou­rage. Da sind Eltern wie Lehrer, Sozi­al­ar­beiter wie Jugend­or­ga­ni­sa­tionen, Kom­munen wie Unter­nehmen gefragt und gefor­dert. Polizei und Justiz sind an dieser Stelle ‚die letzte Instanz‘.“

„Sachsen wird seine Anstren­gungen weiter ver­stärken, um einer isla­mis­ti­schen Radi­ka­li­sie­rung sowohl von Migranten als auch deut­scher Staats­bürger den Riegel vor­zu­schieben“, so Pallas weiter. „Dazu leistet die kürz­lich ein­ge­rich­tete Koor­di­nie­rungs- und Bera­tungs­stelle Radi­ka­li­sie­rungs­prä­ven­tion (KORA) unter dem Dach des Demo­kratie-Zen­trums einen wich­tigen Bei­trag. Hier werden alle wesent­li­chen Kräfte gebün­delt. Auch mus­li­mi­sche Orga­ni­sa­tionen werden ein­be­zogen. Denn wir möchten auf diesem Weg auch die große Mehr­heit der fried­li­chen Mus­lime in Deutsch­land vor den wenigen, aber gefähr­li­chen Scharf­ma­chern schützen.“

 Hin­ter­grund:

 Die KORA ist über die zen­trale Tele­fon­nummer 0351 564 564 9 von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr erreichbar.

Die KORA ist Bestand­teil des Demo­kratie-Zen­trums. Das Demo­kratie-Zen­trum bün­delt und ver­netzt alle Akti­vi­täten von Bund und Frei­staat Sachsen im Bereich der För­de­rung von Demo­kratie und Viel­falt gegen jeg­liche Form des Extre­mismus. Im Demo­kratie-Zen­trum ein­schließ­lich KORA sind drei Lan­des­ko­or­di­na­toren beschäf­tigt. Für die Auf­gaben der Lan­des­ko­or­di­nie­rung und der KORA stehen in diesem Jahr rund 577.000 Euro aus Landes- und Bun­des­mit­teln zur Ver­fü­gung.

(Quelle: Pres­se­mit­tei­lung Säch­si­sche Staats­mi­nis­terin für Gleich­stel­lung und Inte­gra­tion)