„Der Frei­staat wird ange­sichts der ange­spannten Lage auf dem Woh­nungs­markt  auch in Zukunft den Neubau oder die Sanie­rung von Wohn­raum finan­ziell unter­stützen müssen“, so Albrecht Pallas, Spre­cher für Woh­nungsbau und Stadt­ent­wick­lung, am Mitt­woch zu aktu­ellen Woh­nungs­bau­zahlen. „Alle exis­tie­renden För­der­instru­mente sind dabei wichtig. Aber ins­be­son­dere der soziale Woh­nungsbau schafft bezahl­baren Wohn­raum. Auch wenn vor allem in Leipzig und Dresden die För­der­mittel wegen der Anlauf­schwie­rig­keiten nicht voll­ständig abge­rufen wurden, muss der Frei­staat seine Bemü­hungen auf­recht­erhalten und im nächsten Dop­pel­haus­halt 2019/20 Gelder in min­des­tens der glei­chen Höhe wie der­zeit ein­stellen.“

„Und die Gelder müssen lang­fristig gesi­chert werden“, so Pallas weiter. „Da ist der Bund, kon­kret der zustän­dige Bun­des­mi­nister gefragt, den Koali­ti­ons­ver­trag umzu­setzen. Hier gibt es in Sachsen, aber auch bun­des­weit viel zu tun. Wenn Bau­mi­nister See­hofer mit der­selben Energie wie an andere Themen daran arbeiten würde, wären wir schon ein Stück weiter. Bei dieser Haus­auf­gabe hätte Herr See­hofer dann auch von unserer Seite die volle Unter­stüt­zung.“

„Die SPD-Frak­tion, die das Thema soziale Wohn­raum­för­de­rung in Sachsen über­haupt erst wieder auf die poli­ti­sche Agenda im Frei­staat gesetzt hat, wird sich bei den anste­henden Haus­halts­ver­hand­lungen für diesen Bereich stark machen“, ver­si­cherte Pallas. Im Dop­pel­haus­halt 2017/18 stehen für die Wohn­raum­för­de­rung 143 Mil­lionen Euro zur Ver­fü­gung, davon für den sozialen Woh­nungsbau jähr­lich 50 Mil­lionen.

„Um Druck aus den ange­spannten Woh­nungs­märkten der Groß­städte zu nehmen, ist einer­seits ein ange­mes­sener Woh­nungs­neubau und ande­rer­seits eine soziale Abfe­de­rung not­wendig. Nur so kann es gelingen, dass auch Haus­halte mit kleinem Geld­beutel ange­mes­senen und bezahl­baren Wohn­raum finden und nicht an die Ränder der Städte gedrängt werden“, so Pallas abschlie­ßend.

Hin­ter­grund: Hier geht es zur Pres­se­mit­tei­lung des Bau­in­dus­trie­ver­bandes

Nach dieser Ein­schät­zung ver­läuft die Ent­wick­lung des Woh­nungs­baus in Sachsen ins­ge­samt noch unbe­frie­di­gend. Nur die zügige Schaf­fung und Bereit­stel­lung von bezahl­barem Wohn­raum, gerade in Städten mit hoher Anzie­hungs­kraft, könne dem Preis­auf­trieb ent­ge­gen­wirken und dem gegen­wär­tigen und künf­tigen Bedarf an Woh­nungen gerecht werden. „Bund, Frei­staat und Kom­munen sollten zeitnah alle bestehenden Pro­gramme und För­der­instru­mente zur Schaf­fung von Wohn­raum gerade im unteren Preis­seg­ment umsetzen und dar­über hinaus noch stär­kere Anstren­gungen unter­nehmen, um den Woh­nungsbau in den Kom­munen vor­an­zu­bringen. So könne das bestehende Woh­nungs­pro­blem rasch positiv gelöst werden“, so das Resümee von Haupt­ge­schäfts­führer Dr. Robert Mom­berg.