„Unsere Gesell­schaft darf es nicht hin­neh­men, dass die Pres­se­frei­heit auf Demons­tra­tio­nen ein­ge­schränkt wird. Pres­se­frei­heit ist ein grund­le­gen­der Wert unse­rer Demo­kra­tie und unver­zicht­bar für eine freie Mei­nungs­bil­dung“, erklär­te SPD-Frak­ti­ons­chef Dirk Panter am Diens­tag.

„Ich hoffe, dass sich die Jour­na­lis­ten trotz dieser sich häu­fen­den Vor­fäl­le nicht davon abbrin­gen lassen, wei­ter­hin umfas­send über die Pegida-Akti­vi­tä­ten zu berich­ten und Hin­ter­grün­de wie Hin­ter­män­ner zu beleuch­ten.“

„Die Rich­tung sol­cher Atta­cken auf Jour­na­lis­ten ist ein­deu­tig:  Sie sollen ein­schüch­tern und Angst ver­brei­ten. Damit stehen diese Angrif­fe in einer Reihe mit Anfein­dun­gen, Dro­hun­gen und Tät­lich­kei­ten gegen Asyl­be­wer­ber, gegen DRK- oder THW-Mit­ar­bei­ter, gegen frei­wil­li­ge Helfer in Asyl-Unter­künf­ten oder gegen Poli­zis­ten.“

„Und die Atta­cken wie zuletzt in Dres­den zeigen einmal mehr, dass es in unse­rem Land bei einem Teil der Bür­ge­rin­nen und Bürger große Defi­zi­te in Sachen Demo­kra­tie gibt.  Umso wich­ti­ger ist es, dass sich die­je­ni­gen noch nach­drück­li­cher zu Wort melden, die dage­gen­hal­ten. Denn in Sach­sen gibt es glück­li­cher­wei­se auch sehr viele Men­schen,  die in ihrer tag­täg­li­chen Arbeit Mensch­lich­keit und Tole­ranz vor­le­ben.“

Hin­ter­grund: Am Montag sind Pres­se­be­rich­ten zufol­ge aus der Pegida-Demons­tra­ti­on in Dres­den heraus zwei Jour­na­lis­ten tät­lich ange­grif­fen worden.