„Wir wollen einen flä­chen­de­cken­den Ein­satz von Fami­li­en­heb­am­men in Sach­sen durch eine nach­hal­ti­ge Finan­zie­rung sicher­stel­len“, erklär­te Julia­ne Pfeil, fami­li­en­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on,  am Don­ners­tag im Land­tag zur Begrün­dung des Koali­ti­ons­an­tra­ges „Fami­li­en­heb­am­men“ (Drs 6/2657). „Alle Kinder haben ein Recht auf ein gutes und gesun­des Auf­wach­sen – und das wollen wir in allen Land­krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten sicher­stel­len.“

„Die Arbeit von Fami­li­en­heb­am­men ist erfolg­reich. Das haben die bis­he­ri­gen For­schungs­pro­jek­te dazu ver­deut­licht. Denn Fami­li­en­heb­am­men errei­chen ihre Ziel­grup­pen, sie bewir­ken gesund­heit­li­che und sozia­le Ver­bes­se­run­gen in den betreu­ten Fami­li­en. Zudem, auch das haben die For­schungs­er­geb­nis­se gezeigt, sind diese posi­ti­ven Effek­te auch nach­hal­tig. Wich­tig ist jedoch, dass die Fami­li­en­heb­am­men in ein regio­na­les Koope­ra­ti­ons­netz ein­ge­bun­den sind und sie die erfor­der­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für ihre Arbeit vor­fin­den.“

Zur Finan­zie­rung der Fami­li­en­heb­am­men werden auch im kom­men­den Jahr Bun­des­gel­der  zur Ver­fü­gung stehen, so Pfeil. „Dafür soll eigent­lich ab 1.1.16 ein Bun­des­fonds zur Ver­fü­gung stehen. Da sich die Ver­hand­lun­gen zum Fonds gegen­wär­tig noch hin­zie­hen, ist erst einmal die Ver­län­ge­rung der Ver­wal­tungs­ver­ein­ba­rung avi­siert. Das ist gut und not­wen­dig. Aber wir brau­chen ein Bekennt­nis zum prä­ven­ti­ven Ansatz, im Kin­der­schutz bezie­hungs­wei­se in der Kinder- und Jugend­hil­fe all­ge­mein.“

Hin­ter­grund: Fami­li­en­heb­am­men sind Heb­am­men mit Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on, die Mütter und Fami­li­en in beson­de­ren oder schwie­ri­gen Lebens­si­tua­ti­on gezielt unter­stüt­zen. Der­zeit wird über einen Bun­des­fonds zur wei­te­ren Finan­zie­rung ver­han­delt.