„Für die SPD-Frak­ti­on bleibt es dabei: Wenn sich der neue Kul­tus­mi­nis­ter dafür ein­setzt,  Vor- und Nach­be­rei­tungs­zeit aus der Berech­nung für den Kita-Betreu­ungs­schlüs­sel her­aus­zu­neh­men und die Kita-Lei­tun­gen zu ent­las­ten, werden wir ihn dabei unter­stüt­zen. Das ver­schafft den Erzie­he­rin­nen und Erzie­hern Luft für das Wich­tigs­te: mehr Zeit für unsere Kinder“, so Fami­li­en­ex­per­tin Julia­ne Pfeil-Zabel am Frei­tag zur Debat­te im Land­tags­aus­schuss für Schule und Sport um die Aner­ken­nung von Vor- und Nach­be­rei­tungs­zeit in Sach­sens Kitas.

„Das heu­ti­ge Schau­lau­fen der LINKEN zu diesem Thema war der eigent­li­che Affront des Tages“, reagier­te Julia­ne Pfeil-Zabel auf Vor­wür­fe der LINKEN. „Wer den Erzie­he­rin­nen und Erzie­hern sug­ge­riert, dass mit einem sieben Zeilen umfas­sen­den Antrag binnen zwei Mona­ten eine rechts­si­che­re, ver­bind­li­che und aus­fi­nan­zier­te Lösung für die Aner­ken­nung von Vor- und Nach­be­rei­tungs­zeit in der Kita geschaf­fen werden kann, der trägt aktiv zur Poli­tik­ver­dros­sen­heit bei. Um die dau­er­haf­te Aus­ge­stal­tung und Finan­zie­rung zu sichern, muss min­des­tens die Kita-Pau­scha­le im ‚Gesetz über Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen‘ geän­dert werden. Zudem müssen dafür min­des­tens 70 Mil­lio­nen Euro im lau­fen­den sowie zukünf­ti­gen Haus­hal­ten ein­ge­stellt werden. Beides kann nur in einem geord­ne­ten Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren gesche­hen, das in der Regel drei bis neun Monate dauert.“

„Bei allem Willen zur Ein­füh­rung von ver­bind­li­chen Vor- und Nach­be­rei­tungs­zei­ten blieb die LINKE heute auch Ant­wor­ten zur kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung schul­dig. Ein Mehr­be­darf von 1.700 Erzie­he­rin­nen und Erzie­hern deckt man nicht von heute auf morgen oder mit der Annah­me, dass  alle Erzie­he­rin­nen und Erzie­her von Teil- in Voll­zeit wech­seln. Auch zum Aspekt stei­gen­der Eltern­bei­trä­ge blieb die LINKE eine Ant­wort schul­dig. Wenn wir das Thema ernst­haft ange­hen wollen, dann sollte man sich über die Details ver­stän­di­gen, um in einem geord­ne­ten Ver­fah­ren mit dem Dop­pel­haus­halt 2019/20 einen wei­te­ren Schritt zur Ver­bes­se­rung früh­kind­li­cher Bil­dung gehen zu können.“