„Ein Kind in die Welt zu setzen, bedeu­tet eine Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men – auch und ins­be­son­de­re durch die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung des allein­er­zie­hen­den Vaters oder der allein­er­zie­hen­den Mutter“, so Julia­ne Pfeil-Zabel, fami­li­en­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on, am Mitt­woch in der Debat­te zum Antrag Ver­bes­se­rung der Rück­hol­quo­te beim Unter­halts­vor­schuss“. „Die Reform des Unter­halts­vor­schuss­ge­set­zes war rich­tig und wich­tig. Die Aus­wei­tung ist aber auch eine Kos­ten­fra­ge.“

„Für 29.300 Kinder wurde im ver­gan­ge­nen Jahr in Sach­sen der Unter­halts­vor­schuss geleis­tet. Wir müssen bei den Rück­for­de­run­gen bei jenen anset­zen, die keine Ali­men­te zahlen wollen. Bei den­je­ni­gen, die sich vor ihrer Ver­pflich­tung drü­cken, müssen wir rigo­ro­ser durch­grei­fen.“ Es müsse ver­ant­wor­tungs­voll mit dem Unter­halts­vor­schuss umge­gan­gen werden.

„Es gilt zwei wich­ti­ge Punkte zu klären: Zunächst soll­ten wir der Frage nach­ge­hen, wie sich die Inan­spruch­nah­me des Unter­halts­vor­schus­ses und die Rück­hol­quo­ten in den Land­krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten seit 2010 ent­wi­ckelt haben und welche Ursa­chen die schlech­ten Rück­hol­quo­ten unse­rer Unter­halts­vor­schuss­stel­len habe. Dafür fehlen uns der­zeit schlicht und ergrei­fend die Fakten. Im Anschluss daran ist es unsere Auf­ga­be zu prüfen, wie die Quote gestei­gert werden kann und welche admi­nis­tra­ti­ven Hilfen sei­tens des Frei­staa­tes hier­für von Nöten sind. Wir müssen unse­ren Kom­mu­nen unter die Arme grei­fen.“