Am 12. Dezember 2014 erscheint im nomos-Verlag das Buch „Vor­ur­teils­kri­mi­na­lität“ der Dresdner Rechts­an­wältin Dr. Kati Lang.  Die SPD-Frak­tion möchte zusammen mit der Opfer­be­ra­tung für Betrof­fene rechts­mo­ti­vierter und ras­sis­ti­scher Gewalt des RAA Sachsen e.V. schon vorab einen Ein­blick in die Studie zum Umgang mit poli­tisch moti­vierter Kri­mi­na­lität ermög­li­chen, die dem Buch zugrunde liegt. Kon­kret geht es neben Aus­sagen zum Straf­recht um die Ver­fol­gung sol­cher Straf­taten durch Polizei, Staats­an­walt­schaft und Gerichte.

Dr. Kati Lang hat für Sachsen 122 abge­schlos­sene Ver­fahren aus den Jahren 2006 und 2007 ana­ly­siert, die selbst die Poli­zei­er­mittler für rechte Gewalt­taten hielten. Ledig­lich in 59 Pro­zent der Fälle wurde dieses Motiv abschlie­ßend im Gerichts­ver­fahren the­ma­ti­siert, nur in 12 Pro­zent der Fälle spielte das Motiv bei der Höhe der Strafe eine Rolle.

Dazu gibt es am 11. Dezember, 9.30 Uhr im Land­tags­re­stau­rant „Chia­veri” ein Pres­se­ge­spräch mit der Autorin Dr. Kati Lang und Sach­sens neuer Staats­mi­nis­terin für Inte­gra­tion und Gleich­stel­lung, der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­neten Petra Köp­ping. Die Opfer­be­ra­tung des RAA Sachsen e.V. ist mit ihrem Geschäfts­führer Robert Kusche ver­treten.