Hen­ning Homann, stell­ver­tre­tender Vor­sit­zender und arbeits­markt­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag erklärt zur heute vor­ge­stellten Studie des Insti­tuts für Arbeits­markt und Berufs­for­schung (IAB):

+++ Säch­si­sche Arbeit­nehmer pro­fi­tieren +++

„Alle Men­schen sollen von ihrer Arbeit leben können. Ein ent­schei­dender Schritt dahin war die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns. Allein in Sachsen pro­fi­tieren eine Vier­tel­mil­lion Men­schen. Tau­sende müssen ihren Lohn nicht mehr mit ergän­zenden Sozi­al­leis­tungen auf­sto­cken. Der Min­dest­lohn schafft damit für viele Men­schen mehr Gerech­tig­keit“, so Hen­ning Homann, arbeits­markt­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag zu den Ergeb­nissen der heute vor­ge­stellten Studie des IAB.

Auch die vor der Ein­füh­rung des Min­dest­lohns gezeich­neten Hor­ror­sze­na­rien, sind für Homann end­gültig wider­legt: „Mas­sive  Arbeits­platz­ver­luste sind aus­ge­blieben, die Arbeits­lo­sen­quote ist his­to­risch niedrig. Der Min­dest­lohn schafft und sichert Arbeits­plätze und ver­nichtet diese nicht. Ebenso wenig schadet der Min­dest­lohn Wirt­schaft – im Gegen­teil: Gering­ver­diener ver­zeichnen durch den Min­dest­lohn einen Lohn­zu­wachs von fünf Pro­zent. Zusätz­li­ches Geld in den Taschen der Arbeit­nehmer hat einen posi­tiven Effekt auf die Bin­nen­kon­junktur. Dass die Kon­sum­laune der Ver­brau­cher nur selten besser als im Jahr 2015 war, liegt eben auch am Min­dest­lohn. Zudem pro­fi­tieren viele kleine und mitt­lere Unter­nehmen sowie das Hand­werk von fai­reren Wett­be­werbs­be­din­gungen, indem Bil­lig­kon­kur­renz ver­hin­dert wird.“

In Sachsen sind mit 38 Pro­zent deut­lich mehr Betriebe vom Min­dest­lohn ‚betroffen‘ als in anderen Bun­des­län­dern. „Das macht“, so Homann, „den Nach­hol­be­darf im ehe­ma­ligen Nied­rig­lohn­land deut­lich. Mehr sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tige Beschäf­tigte, eine höhere Tarif­bin­dung und ordent­liche Tarif­löhne sind ein wich­tiger Faktor für einen attrak­tiven säch­si­schen Arbeits­markt. Das ist auch im Inter­esse der Arbeit­geber.“

Hin­ter­grund:

Ergeb­nisse der Studie (Medi­en­ser­vice): http://​www​.medi​en​ser​vice​.sachsen​.de/​m​e​d​i​e​n​/​m​e​d​i​e​n​o​b​j​e​k​t​e​/​d​o​w​n​l​o​a​d​/​1​0​7​3​1​7​#​2​0​2​462
http://​www​.medi​en​ser​vice​.sachsen​.de/​m​e​d​i​e​n​/​n​e​w​s​/​2​0​2​462