Simone Lang, pfle­ge­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag, zur Eini­gung zwi­schen ver.di und dem Arbeit­ge­ber­ver­band BVAP auf eine Son­der­prämie von 1.500 Euro in der Pfle­ge­branche:

„Die Wert­schät­zung, die die Pfle­ge­kräfte momentan bekommen, ist mehr als ange­bracht und ein wun­der­volles Zei­chen. Worte alleine rei­chen jedoch nicht. Die Aner­ken­nung muss sich auch im Geld­beutel wider­spie­geln. Daher begrüße ich es aus­drück­lich, dass sich ver.di und die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Arbeit­geber in der Pfle­ge­branche (BVAP) auf eine Son­der­prämie für Beschäf­tigte in der sta­tio­nären und ambu­lanten Pflege geei­nigt haben. Die finan­zi­elle Unter­stüt­zung von bis zu 1.500 Euro ist mehr als ange­messen. Ich appel­liere daher an die pri­vaten Anbieter von Pfle­ge­ein­rich­tungen, die der­zeit keine Mit­glieder der BVAP sind, diesem Bei­spiel zu folgen,“ erklärt Simone Lang, pfle­ge­po­li­ti­sche Spre­cherin der SPD-Frak­tion im Säch­si­schen Landtag.

„Als Kran­ken­schwester kenne ich die anspruchs­vollen und belas­tenden Arbeits­be­din­gungen im Gesund­heits­be­reich. In Zeiten von Corona steigt diese Belas­tung zusätz­lich. Pfle­ge­kräfte schul­tern momentan noch viel mehr Ver­ant­wor­tung und müssen ein enormes Arbeits­pensum bewäl­tigen. Sie tun dies mit Blick auf den Schutz­be­darf von älteren und pfle­ge­be­dürf­tigen Men­schen“, so Lang.

„Die Son­der­prämie darf jedoch nur der Anfang sein. Die aktu­elle Krise werden wir gemeinsam über­winden. Die tag­täg­liche anspruchs­volle Arbeit der Pfle­ge­kräfte – die wir momentan umso mehr zu schätzen wissen – wird bleiben. Des­halb brau­chen die Men­schen end­lich eine faire Bezah­lung und gute Arbeits­be­din­gungen“, so Lang abschlie­ßend.

Hin­ter­grund: Die Gewerk­schaft ver.di und der Arbeit­ge­ber­ver­band BVAP einigen sich auf einen Tarif­ver­trag für eine Son­der­prämie in der Pfle­ge­branche. Dem­nach sollen Voll­zeit­be­schäf­tigte mit dem Juli-Gehalt eine Prämie von 1.500 Euro erhalten. Die Prämie für Aus­zu­bil­dende beträgt 900 Euro, Teil­zeit­be­schäf­tigte erhalten einen Anteil ent­spre­chend ihren tat­säch­lich geleis­teten Stunden. Am 3. April 2020 hatte Bun­des­fi­nanz­mi­nister Olaf Scholz bekannt gegeben, dass Bonus­zah­lungen bis zu einer Höhe von ein­malig 1.500 Euro an Arbeit­nehmer für ihren Ein­satz in der Coro­na­virus-Pan­demie steuer- und sozi­al­ver­si­che­rungs­frei sind.