„Wir nehmen die Sorgen des Landesschülerrates sehr ernst, der zum wiederholten Male einen hohen Unterrichtsausfall an Sachsens Schulen bemängelt hat“, so die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Iris Raether-Lordieck, am Montag. „Wenn Schülerinnen und Schüler um die Qualität ihrer Ausbildung fürchten, können und werden wir über ihre Kritiken und Anregungen nicht hinweggehen. Daran ändert auch  der Umstand nichts, dass der Landesschülerrat selbst einräumt, seine heute vorgelegte Statistik sei nicht repräsentativ.“

„Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag war in der Vergangenheit immer auch Anwalt der Schülerinnen und Schüler, hat den Lehrermangel thematisiert und gefordert, zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer einzustellen. Mit der Verabschiedung des Doppelhaushaltes hat die CDU/SPD-Koalition nun den Grundstein dafür gelegt.“

„Koalitionsvertrag und Haushalt sehen vor, dass künftig jede Lehrerin und jeder Lehrer  ersetzt wird, der die Schule altersbedingt verlässt; in diesem und im kommenden Jahr werden das schätzungsweise insgesamt 1.370 Pädagogen sein. Wir werden aber weitaus mehr Lehrerinnen und Lehrer unbefristet einstellen, in der Summe sollen es 2.000 in diesem und im kommenden Jahr sein. Damit reagieren wir auch auf steigende Schülerzahlen.“

„Zudem wird die Staatsregierung noch in diesem Jahr ein ‚Lehrerpersonalentwicklungskonzept 2020‘ vorlegen, das den genauen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern beschreibt. Auf Grundlage dieser Daten wollen wir für einen reibungslosen Generationswechsel in den Schulen sorgen.“