Thomas Baum, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Donnerstag zum Koalitionsantrag „Fahrradwegebau beschleunigen, Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungseinheiten stärken“:

 

„Um den Radverkehr endlich auf die Überholspur zu bekommen, müssen zwei Dinge passieren“, so Verkehrsexperte Thomas Baum. „Erstens ist das der Ausbau der Infrastruktur. Zweitens, und mindestens genauso wichtig ist eine bessere Zusammenarbeit derjenigen, die sich in Sachsen für den Radverkehr einsetzen.“

Planungsprozesse für den Radwegebau müssten vereinfacht und dadurch beschleunigt werden. „Und wir brauchen natürlich auch mehr fachkundiges Personal in der Landesverwaltung. Wir werden jetzt genau beobachten, ob die Stellen ausreichen, damit der zugegeben etwas zögerliche Mittelabfluss im Bereich Radverkehr im nächsten Jahr signifikant gesteigert werden kann. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir dort nachsteuern müssen.“

Zudem wolle der Freistaat die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden unterstützen. „Auch dafür haben wir seit der Übernahme der Regierungsmitverantwortung Gelder in den Haushalt eingestellt. Und wir werden, wenn sich die Arbeitsgemeinschaft dann im Jahr 2018 konstituiert, natürlich dafür Sorge tragen, dass die Mittel auch in Zukunft für diesen wichtigen Teil der Radverkehrsförderung zur Verfügung stehen.“