„Der Christopher Street Day wird weiter gebraucht. Unterschiedliche Lebensentwürfe und geschlechtliche Vielfalt gehören zwar längst auch zur Lebensrealität in Sachsen.  Auf der anderen Seite haben nicht heterosexuelle Menschen in vielen Lebensbereichen mit Vorurteilen zu kämpfen“, so Iris Raether-Lordieck  aus Anlass des Christopher Street Day an diesem Samstag in Dresden.

„Noch immer gibt es viele Berührungsängste, Ausgrenzungen, ja sogar von Hass  getriebene Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle und queere Menschen“, so Raether-Lordieck weiter. „Das ist auch mit Umfrage-Zahlen des Sachsen-Monitors belegt: 32 Prozent der Sächsinnen und Sachen sind demzufolge der Auffassung,  dass eine sexuelle Beziehung zwischen Menschen desselben Geschlechtes unnatürlich ist. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 38 Prozent.“

„Wir haben in Sachsen also noch viel zu tun.  Der Christopher Street Day in Dresden, der in diesem Jahr unter dem Motto ‚Warum nicht gleich‘ steht, leistet dazu einen Beitrag. Er ist ein wichtiges Symbol des Protestes, aber auch der Lebensfreude.  Er hilft bei der Aufklärung und legt die vielfältigen Probleme offen. Die SPD-Landtagsfraktion ist mit dabei.“

In den Fluren der SPD-Landtagsfraktion ist noch bis zum 16. Juni die Fotoausstellung „WALK WITH PRIDE“ zu sehen, die aus Anlass der CSD-Woche nach Dresden geholt wurde. Der international ausgezeichnete Fotograf Charles Mecham hatte 2010 in 15 Ländern CSD-Paraden und die oft gewalttätigen Gegenaufmärsche mit seiner Kamera begleitet. Die Schau zeigt, wie mutige Menschen in Osteuropa und Asien für ihre Rechte eintreten.