Neue Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen in Dres­den und Leip­zig schnel­ler als geplant zur Ver­fü­gung stel­len

„Wenn wir wollen, dass Inte­gra­ti­on gelingt, dass die Stim­mung in Sach­sen nicht noch weiter ver­gif­tet wird, dann müssen wir Ras­sis­mus wieder gesell­schaft­lich ächten“, so Albrecht Pallas am Mitt­woch im Land­tag. „Zu diesem demo­kra­ti­schen Kon­sens müssen wir alle zurück­keh­ren. Da nehme ich keine der hier im Land­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en aus.“
„Wir alle tragen die­sel­be Ver­ant­wor­tung: Ob Regie­rung oder Oppo­si­ti­on, ob Frak­ti­ons­chef oder ein­fa­cher Abge­ord­ne­ter. Wir sind Vor­bild für die Men­schen in Sach­sen und müssen uns auch so ver­hal­ten. Es muss Schluss sein mit Zün­deln. Es muss Schluss sein mit Fischen am rech­ten Rand, aber auch Schluss mit gegen­sei­ti­gem Vor­füh­ren und macht­po­li­ti­schen Spiel­chen. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Wir soll­ten alle unsere Ver­ant­wor­tung anneh­men und Hal­tung zeigen. Hal­tung für das Recht auf Asyl, für Mit­mensch­lich­keit und für die Fähig­keit unse­rer Gesell­schaft, Men­schen in Not zu helfen und sie zu inte­grie­ren.“

Pallas begrüß­te das am Vortag vor­ge­leg­te Kon­zept zu den Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen für Asyl­su­chen­de. Es sei eine Grund­la­ge für mehr Plan­bar­keit. „Den­noch ist es aus meiner Sicht uner­läss­lich, die beiden festen Stand­or­te Dres­den und Leip­zig schnel­ler als bisher vor­ge­se­hen ans Netz zu brin­gen. So große Ein­rich­tun­gen gehö­ren ein­fach nicht in die klei­nen Städte. Und wir müssen die Außen­stel­len in der Peri­phe­rie so schnell es geht schlie­ßen.“

Es dürfe nicht wieder pas­sie­ren, dass von heute auf morgen in einer klei­ne­ren oder mitt­le­ren Stadt eine Außen­stel­le der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung auf­ge­macht werde – ohne Vor­warn­zeit, ohne Gele­gen­heit, sich als Ver­wal­tung oder die Bevöl­ke­rung darauf ein­zu­stel­len. „Es kann aber keine Recht­fer­ti­gung dafür sein, dass ras­sis­tisch moti­vier­te Demons­tra­tio­nen oder Über­grif­fe statt­fin­den.“

Die Reden von Albrecht Pallas und Hen­ning Homann in der Aktu­el­len Debat­te: