Sachsen beteiligt sich mit 3 Millionen Euro an den neuen Corona-Ausfallfonds für Fernseh- und Kinofilmproduktionen. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags bewilligte jetzt die Mittel. „Dass sich Sachsen mit einer nicht unerheblichen Summe an den Corona-Ausfallfonds für Fernseh- und Kinofilmproduktionen beteiligt, ist eine sehr gute Nachricht in schwierigen Zeiten. Es ist ein ermutigendes und solidarisches Signal an die vielen, oft freischaffend tätigen Akteure, die in den Bereichen Autorenschaft, Regie, Produktion, Kameraführung, Aufnahme, Schauspiel usw. tätig sind“, so Frank Richter, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, am Donnerstag.

„Letztlich profitiert die ganze Gesellschaft. Die künstlerische Perspektive und die kulturelle Verarbeitung der aktuellen Krise ist für uns ebenso wichtig wie die Absicherung der wirtschaftlichen Basis unseres Landes. Kunst und Kultur sind keine ‚Freizeitbeschäftigungen‘, auf die wir notfalls auch verzichten können. Sie gehören wesentlich zur Basis einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft.“

„Dass insbesondere sächsische Filmemacher weltweite Anerkennung erzielen können, beweist der unter anderem in Dresden entstandene Kinderfilm ‚Fritzi – Eine Wendewundergeschichte‘, der jüngst beim mexikanischen Festival „La Matatena“ als bester Film ausgezeichnet wurde.“

Hintergrund: Von den 3 Millionen Euro geht die Hälfte in den so genannten Ausfallfonds 1 der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die Mittel decken somit Ausfälle von in Sachsen durch die Mitteldeutsche Medienförderung geförderten Produktionen ab. Nach Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung mit der Filmförderanstalt des Bundes (FFA) können auch sächsische Produktionen bei der FFA diesen Schutz beantragen. -Die zweite Hälfte soll der Absicherung von TV-Produktionen sächsischer Produzenten durch den so genannten Ausfallfonds 2 dienen, über den derzeit noch verhandelt wird. Die Abwicklung soll dann ebenfalls über die Filmförderanstalt des Bundes laufen. (Quelle: Pressemitteilung Staatskanzlei)