+++ jähr­li­che Studie vor­ge­stellt +++ SPD-Kurs bestä­tigt +++

Heute wurde der Sach­sen-Moni­tor vor­ge­stellt. Es han­delt sich dabei um eine Studie, die seit 2016 jähr­lich von der Staats­re­gie­rung beauf­tragt und durch­ge­führt wird. Sie ermit­telt deut­lich dif­fe­ren­zier­ter als früher, welche Ein­stel­lun­gen die Säch­sin­nen und Sach­sen zu ver­schie­de­nen Themen haben.

Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und Spre­cher für Arbeit und demo­kra­ti­sche Kultur der SPD-Frak­ti­on im Säch­si­schen Land­tag zum Sach­sen-Moni­tor 2017:

„Wir haben ein Gerech­tig­keits­pro­blem in Sach­sen. Das ist die zen­tra­le Erkennt­nis des Sach­sen-Moni­tors 2017. Viele Men­schen in Sach­sen fühlen sich im ver­ei­nig­ten Deutsch­land als Bür­ge­rin­nen und Bürger zwei­ter Klasse. Sie sehen ihre Lebens­leis­tung nicht aner­kannt. Sie bekom­men keine ideel­le und auch zu wenig finan­zi­el­le Aner­ken­nung. Sie sind der Auf­fas­sung, dass sie nicht ihren gerech­ten Anteil am gesell­schaft­li­chen Wohl­stand in Deutsch­land bekom­men. Und da muss ich klar sagen: Sie haben leider recht“, erklärt Hen­ning Homann zum heute vor­ge­stell­ten Sach­sen-Moni­tor. „Der Sach­sen-Moni­tor zeigt die Sorgen der Men­schen und die Unge­rech­tig­kei­ten deut­lich: Sie haben Angst, dass die Rente nicht rei­chen wird. Sie sehen für sich aber vor allem für ihre Kinder nur gerin­ge Auf­stiegs­chan­cen. Sie nehmen eine fal­sche Aus­rich­tung der Poli­tik wahr. Sie sind noch immer wütend über die Unge­rech­tig­kei­ten der Nach­wen­de­zeit. Hier liegen die Ursa­chen für die der­zei­ti­ge poli­ti­sche Situa­ti­on im Frei­staat, sie sind auch ein Grund für die immer noch besorg­nis­er­re­gen­den men­schen­feind­li­chen Ein­stel­lun­gen.“

Sach­sen hat, so Homann weiter, über Jahre unter seinen Ver­hält­nis­sen gewirt­schaf­tet: „Den Men­schen wurde immer wieder erzählt – und manche pfle­gen diese Erzäh­lung immer noch – dass für Bil­dung, Sozia­les und Sicher­heit kein Geld da wäre. In allen Berei­chen wurde mas­si­ver Staats­ab­bau betrie­ben. Schu­len wurden geschlos­sen, Lehrer nicht ein­ge­stellt, Kom­mu­nen gegän­gelt, Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen nicht getä­tigt. Gleich­zei­tig wurden 2,75 Mil­li­ar­den Euro für die Lan­des­bank ver­senkt, dog­ma­tisch Schul­den abge­baut und die Kassen des Finanz­mi­nis­ters immer weiter gefüllt.

Der Sach­sen-Moni­tor bestä­tigt damit den Kurs der SPD-Frak­ti­on. Wir sorgen seit unse­rer Regie­rungs­be­tei­li­gung 2014 wieder für mehr Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen in der Bil­dungs- und Sicher­heits­po­li­tik, um die Hand­lungs­fä­hig­keit des Staa­tes zu stär­ken. Auf­grund zu vieler Wider­stän­de ging das aber zu lang­sam. Sach­sen braucht jetzt einen Sys­tem­wech­sel, um die Pro­ble­me mit einer neuem Ent­schlos­sen­heit anzu­ge­hen. Die Stär­kung des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts steht dabei im Mit­tel­punkt, das geht nur über die Schaf­fung von mehr Gerech­tig­keit. Dar­über werden wir mit dem Koali­ti­ons­part­ner zu reden haben.“

Hin­ter­grund:

Alle Ergeb­nis­se des Sach­sen-Moni­tors finden sie unter:
https://www.staatsregierung.sachsen.de/sachsen-monitor-2017–4556.html