Sachsen verbessert die Unterstützung für Menschen mit Long Covid, Post Vac und ME/CFS

03.12.2025

Der Landtag hat heute auf Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, SPD und Die Linke wichtige Schritte beschlossen, um die Versorgung von Menschen mit Long Covid, Post Vac und ME/CFS in Sachsen zu verbessern. Dazu sagt Simone Lang, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion:

„Für viele Betroffene ist die Pandemie bis heute nicht vorbei. Sie kämpfen jeden Tag mit Schmerzen, Erschöpfung und massiven Einschränkungen ihres Alltags. Diese Menschen dürfen wir nicht alleinlassen. Wir haben in der Enquete-Anhörung sehr deutlich gehört, wie groß die Lücken in Versorgung, Information und Unterstützung sind. Deshalb handeln wir jetzt.”


Der Landtag hat wichtige Maßnahmen beschlossen, um die Versorgung der Betroffenen im Freistaat nachhaltig zu verbessern.

Zentrale Informationsplattform

Ein Schwerpunkt ist der Aufbau einer zentralen digitalen Anlaufstelle. Diese Website soll künftig medizinische und rehabilitative Angebote, Selbsthilfegruppen, aktuelle Forschungsergebnisse sowie sozialrechtliche Hinweise übersichtlich bündeln. Betroffene und Angehörige sollen dadurch schneller Zugang zu verlässlicher Unterstützung erhalten.

Bessere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche

Auch junge Menschen sind häufig betroffen. Für Schülerinnen und Schüler, die längerfristig erkrankt sind, sollen bestehende Möglichkeiten wie Haus- und Krankenhausunterricht sowie individuelle Bildungsvereinbarungen konsequenter genutzt werden, um den schulischen Anschluss zu sichern.

Stärkung der medizinischen Versorgung

Damit Betroffene schneller die passende Behandlung finden, sollen Weiterbildungsangebote für Ärztinnen und Ärzte ausgebaut werden. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesärztekammer, den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung.

Ausbau spezialisierter Angebote

Zudem wird die Staatsregierung prüfen, wo interdisziplinäre Kompetenzzentren und spezialisierte Ambulanzen erweitert oder neu aufgebaut werden können. Gleichzeitig soll das ambulante Versorgungsnetz besser genutzt werden, um wohnortnahe Unterstützung zu stärken.

Ein wichtiges Signal für den Freistaat

Mit diesen Maßnahmen setzt Sachsen ein klares Zeichen: Die Situation der Betroffenen wird ernst genommen, und der Freistaat sorgt dafür, dass Unterstützung in Zukunft schneller und zielgerichteter ankommt.