Das Comic­pro­jekt „Sascha & Sascha“ aus Dres­den hat den dies­jäh­ri­gen Frau­en­preis der SPD-Land­tags­frak­ti­on gewon­nen. Heute nahmen Antje Won­ne­ber­ger, Yvonne Horn und Dirk Ober­län­der, die zur Ver­lei­hung in Gör­litz ver­hin­dert waren, nach­träg­lich die Aus­zeich­nung und das Preis­geld in Emp­fang.

Das Trio hin­ter­fragt in ihren Comics auf humor­vol­le Weise Schub­la­den­den­ken zu Themen wie geschlecht­li­che Rol­len­bil­der, sexua­li­sier­te Gewalt oder Dis­kri­mi­nie­rung.  „Das Leuch­ten in diese Schub­la­den ist nach wie vor wich­tig, denn häufig werden Fake-News über Gleich­stel­lungs- oder Auf­klä­rungs­pro­jek­te unhin­ter­fragt wei­ter­ver­brei­tet. Manch­mal sagen Bilder mehr als tau­send Worte und können dabei helfen, Vor­ur­tei­le abzu­bau­en“, hatte der Dresd­ner Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Albrecht Pallas in seiner Lau­da­tio am 7. März betont.

Wei­te­re Preise gingen an das Kunst­pro­jekt „creatic.café“ des Treib­haus e.V. Döbeln für Frauen mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund sowie Katrin Neu­mann von der Selbst­hil­fe­grup­pe „Kai­ser­schnitt­ma­mas Dres­den“.

„Der Preis gilt als Dank stell­ver­tre­tend für alle Frauen, die sich in unsere Gesell­schaft ein­brin­gen”, so die gleich­stel­lungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Land­tags­frak­ti­on, Iris Rae­ther-Lor­dieck. „Die ‚MeToo‘-Debatte hat gezeigt, wie wich­tig dieses Enga­ge­ment nach wie vor ist. Starke Frauen prägen unsere Gesell­schaft auf allen Ebenen. Dieser Ein­satz für Frau­en­rech­te wird oft sogar ange­fein­det. Es ist der glei­che Hass wie gegen das Fremde, Anders­den­ken­de. Des­halb ist Gleich­be­rech­ti­gung nicht nur eine Sache der Frauen, son­dern der Demo­kra­tie.“

Um den 20. Frau­en­preis der Land­tags­frak­ti­on hatten sich in diesem Jahr 12 Frauen- und Mäd­chen­in­itia­ti­ven bezie­hungs­wei­se ein­zel­ne Frauen bewor­ben. Das Preis­geld von zusam­men 1.000 Euro haben Mit­ar­bei­ter und Abge­ord­ne­te der Land­tags­frak­ti­on gespen­det.