„Jetzt kommt zusam­men, was längst zusam­men gehört“, so Simone Lang, Spre­che­rin für Ver­brau­cher­schutz, zum ein­stim­mi­gen Beschluss des Land­tags, Schuld­ner- und Ver­brau­cher­insol­venz­be­ra­tung zu ver­zah­nen. Den Antrag hatten die Koali­ti­ons­frak­tio­nen von SPD und CDU vor­ge­legt. „Die Zustim­mung zeigt, dass wir damit einen längst über­fäl­li­gen Schritt getan haben.“

„Fach­leu­te sind sich schon lange einig, dass eine Tren­nung zwi­schen Insol­venz­be­ra­tung und sozia­ler Schuld­ner­be­ra­tung nicht sinn­voll ist. Die Über­gän­ge zwi­schen beiden sind flie­ßend. Sie sind letzt­lich jeweils ein Teil der Schuld­ner­be­ra­tung“, so Lang weiter.

„Die noch immer unter­schied­li­chen Finan­zie­rungs­for­men und Zustän­dig­kei­ten ver­ur­sa­chen zusätz­li­chen Auf­wand. Unser Ziel ist letzt­lich weni­ger Büro­kra­tie und kür­ze­re Wege – den Nutzen haben sowohl Bera­ter als auch die Bür­ge­rin­nen und Bürger, die solche Bera­tun­gen in Anspruch nehmen.“

„Mit unse­rem Antrag sind nun alle betei­lig­ten Akteu­re – vom Sozi­al­mi­nis­te­ri­um über die kom­mu­na­le Ebene bis hin zu den Wohl­fahrts­ver­bän­den und der Agen­tur für Arbeit – in der Pflicht, ein bedarfs­ge­rech­tes Finan­zie­rungs­kon­zept zu erar­bei­ten.“ Ein Bei­spiel könnte laut Lang Meck­len­burg-Vor­pom­mern sein, wo bereits 2004 die Finan­zie­rung in einer För­der­richt­li­nie zusam­men­ge­führt worden sei.