Zum Start des neuen Schuljahres 2025/2026 erklärt Gerald Eisenblätter, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag:
Die Unterrichtsversorgung bleibt eine Herausforderung und die wichtigste Aufgabe für den Kultusminister. Es ist erfreulich, dass mehr grundständig ausgebildete Lehrkräfte eingestellt werden konnten. Die in der letzten Legislatur ergriffenen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs und der Ausbau der Lehramtsstudienplätze zeigen ihre Wirkung. Dadurch kann der Lehrkräftemangel etwas verringert werden.
Aber es braucht auch in Zukunft weitere Investitionen und eine verlässliche Bildungsplanung. Ich begrüße die Vorlage einer neuen Lehrerbedarfsprognose und erwarte, dass sie den tatsächlichen Bedarf vollständig aufzeigt. Die Zahlen dürfen nicht schöngerechnet werden, auch nicht mit dem Hinweis auf sinkende Schülerzahlen.
Die neue Abordnungspraxis hilft kurzfristig, löst den Lehrermangel aber nicht dauerhaft. Hier muss mit Augenmaß vorgegangen werden. Freiwilligkeit und Lösungen vor Ort sollten im Mittelpunkt stehen, statt Zwang und Druck weiter zu erhöhen.
Um uns zukunftsfest aufzustellen, braucht es weitere Reformen. Wir müssen die Lehrerbildung modernisieren und ein Lehrerbildungsgesetz auf den Weg bringen, aber auch die Vorschläge des “Bildungsland Sachsen 2030” zeitnah umsetzen. Eine flexible Stundentafel und überarbeitete Lehrpläne sollen mehr Eigenverantwortung, Praxisorientierung und fächerverbindendes Lernen ermöglichen.
Den Schülerinnen und Schülern, insbesondere den Schulanfänger:innen, sowie den Lehrkräften wünsche ich einen guten Schulstart. Unsere Aufgabe bleibt es, die Lernfreude der nächsten Generation bestmöglich zu unterstützen.

