Die SPD-Frak­ti­on ver­ur­teilt aufs schärfs­te die Über­grif­fe auf das Flücht­lings­camp, die sich am Mon­tag­abend in Dres­den ereig­net haben. „Rufe wie ‚Deutsch­land den Deut­schen‘ und ‚Aus­län­der raus‘ sind ekel­haft und eine Schan­de“, erklärt Hen­ning Homann, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der und Spre­cher für demo­kra­ti­sche Kultur, dazu. „Wir müssen auf­pas­sen, dass sich bei uns nicht ein gesell­schaft­li­ches Klima ent­wi­ckelt, in dem sich Neo­na­zis hei­misch und bestä­tigt fühlen. Die Über­grif­fe spre­chen leider eine deut­li­che Spra­che und soll­ten allen eine War­nung sein. Gewalt und Volks­ver­het­zung, die von Neo­na­zis  nach der Pegida-Demons­tra­ti­on aus­ging, sind mit allen Mit­teln des Rechts­staa­tes zu ahnden.“

„Ich danke der Poli­zei, die am Mon­tag­abend einen schlim­me­ren Über­griff auf das Flücht­lings­camp auf dem Dresd­ner Thea­ter­platz ver­hin­dert hat“, erklärt der innen­po­li­ti­sche Spre­cher der Frak­ti­on, Albrecht Pallas. „Auch wenn es jetzt kein Flücht­lings­camp mehr gibt, werden wir uns weiter dem eigent­li­chen Anlie­gen des Pro­tes­tes zuwen­den: Die Flücht­lin­ge möch­ten mehr Gehör und eine Ver­bes­se­rung ihrer Situa­ti­on. Wir hoffen, dass die Flücht­lin­ge die ges­tern über­ge­be­ne Ein­la­dung von Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­rin Petra Köp­ping anneh­men, die die Pro­tes­tie­ren­den an diesem Frei­tag noch einmal in Ruhe tref­fen möchte. Mit Petra Köp­ping haben sie eine sehr sach­kun­di­ge Gesprächs­part­ne­rin. Wir nehmen die Sorgen und Nöte der Flücht­lin­ge ernst!“