Sicherheit in den Fußballstadien

24. Juni 2015

Mehr Dialog, weniger Konfrontation

Foto:  lassedesignen | fotolia.com

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„Poli­zei­ein­sätze in und um Fuß­ball­sta­dien stellen unsere Polizei vor große per­so­nelle und logis­ti­sche Her­aus­for­de­rungen. Neben der Gefähr­dung für die fried­li­chen Fuß­ball­fans sowie die Beam­tinnen und Beamten selbst sind die mit den Ein­sätzen ver­bun­denen Kosten immens“, erklärt Jörg Vieweg im Vor­feld einer öffent­li­chen Anhö­rung im Landtag an diesem Don­nerstag.  „Wir brau­chen mehr Dialog und weniger Kon­fron­ta­tion im Sta­dion. Schließ­lich sollen alle Freude an der ‚schönsten Neben­sache der Welt‘ haben.“

Grund­lage der Anhö­rung ist ein Antrag der Koali­ti­ons­frak­tionen „Sicher­heit im Fuß­ball – Fans schützen, Gewalt­täter kon­se­quent ver­folgen“ (6÷1210). Zu der Anhö­rung werden Ver­treter von Polizei, Fan­pro­jekten und Sicher­heits­be­hörden aus anderen Bun­des­län­dern erwartet.

„Unter anderem möchten wir uns über Sicher­heits­stra­te­gien wie das ‚Bremer Modell‘ und den redu­zierten Ein­satz von Poli­zei­kräften bei Fuß­ball­spielen in Nord­rhein-West­falen infor­mieren lassen“, so Vieweg. „Es soll aber auch die Per­spek­tive der Fans nicht zu kurz kommen. Wir möchten die Gele­gen­heit nutzen, um mit Ver­tre­tern der Fan­gruppen in den Dialog zu treten und uns über die Vor-Ort-Erfah­rungen der Fan­pro­jekte infor­mieren zu lassen. Denn die Frage der Sicher­heit in den Sta­dien darf nicht über die Köpfe der Fans hinweg ent­schieden werden. Nur gemeinsam mit allen betei­ligten Akteuren können wir ein lang­fristig trag­fä­higes Kon­zept ent­wi­ckeln.“

Die öffent­liche Anhö­rung des Innen­aus­schusses findet
Don­nerstag, 25. Juni 2015, um 10:00 Uhr im Ple­nar­saal statt.